IHK Schwaben sieht Ergebnisse der aktuellen Bertelsmann-Studie kritisch

Von Seiten der IHK Schwaben kommt Kritik an einer Aussage der Bertelsmann-Stiftung zum Thema Ausbildungsstellen im Wirtschaftsraum Augsburg.

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Die IHK macht sich mit eigenen Aktionen stark für die Ausbildung | Foto: IHK Schwaben

Oliver Heckemann, Geschäftsführer Bereich Bildung der IHK Schwaben: „Die Aussage der Bertelsmann-Stiftung, dass es für den Wirtschaftsraum Augsburg weniger Ausbildungsstellen als Bewerber gibt, ist nicht richtig. Nicht alle offenen Stellen, werden automatisch sofort gemeldet. Wir appellieren an die Betriebe, ihre offenen Ausbildungsplätze zu melden. Zahlreiche Ausbildungsstellen zum Beispiel für Fachlageristen, Metall und in der Gastronomie können nicht besetzt werden, weil die Bewerber fehlen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Oftmals fehlt es Ausbildungsplatz-Suchenden an der notwendigen Flexibilität und Mobilität. Zielführender ist es statt dem Traumberuf einen alternativen Ausbildungsberuf zu wählen, oder für einen Ausbildungsplatz weitere Wege oder auch einen Wohnortwechsel in Kauf zu nehmen. Eine duale Ausbildung eröffnet zahlreiche berufliche Chancen und ebnet den beruflichen Aufstieg über Weiterbildungsmöglichkeiten.“

Heckemann weiter: „Die IHK Schwaben unterstützt mit ihrem Aktionsprogramm „Lehre macht Karriere“ junge Menschen auf ihrem Weg in die Ausbildung und Ausbildungsbetriebe, ausreichend Bewerber zu finden. Mit dem Projekt „Junge Flüchtlinge in Ausbildung“ werden über gezieltes Matching junge Flüchtlinge in Ausbildungsberufe mit mangelnden Bewerbern vermittelt. Aktuell sind rund 410 junge Flüchtlinge im Wirtschaftsraum Augsburg in Ausbildung. Die IHK Schwaben setzt sich auch gezielt für junge Menschen ohne Ausbildung ein. Rund 450 Jugendliche ohne Ausbildung im Wirtschaftsraum Augsburg werden derzeit in den sog. „JoA-Klassen“ beschult. Die IHK Schwaben will über die Vermittlung zunächst in Praktika und dann in Ausbildung diesen jungen Menschen die Chance auf eine Ausbildung eröffnen und so dem Bewerbermangel entgegenwirken.

Mit dem Projekt „IHK-Schulpartnerschaften“ sollen junge Menschen frühzeitig mit potentiellen Ausbildungsbetrieben in Kontakt kommen und so eine Vielzahl an Ausbildungsberufen kennenlernen. Im Wirtschaftsraum Augsburg gibt es aktuell 70 IHK-Schulpartnerschaften. In gesamten Regierungsbezirk sind es rund 250 Schulpartnerschaften. Das alleine reicht aber nicht, auch die Schulen aller Schularten sind gefordert, ihre Schüler konsequent und frühzeitig über die Möglichkeiten der dualen Ausbildung zu informieren.

Darüberhinaus unterstützt die IHK Schwaben mit ihrer Lehrstellenbörse unter www.ihk-lehrstellenboerse.de und einem persönlichem Bewerbermanagement Ausbildungsplatz-Suchende und Ausbildungsbetriebe.“