Landrat Martin Sailer und die stellvertretenden IHK-Präsidenten Reinhold Braun und Josef Brandner formulieren gemeinsame Ziele von Politik und Wirtschaft

Im Augsburger Landratsamt traf sich Landrat und Bezirkstagspräsident Martin Sailer (von links) mit den stellvertretenden Präsidenten der IHK Schwaben Reinhold Braun und Josef Brandner. (© Julia Pietsch, Landratsamt Augsburg)

Die Aus- und Neubaustrecke der Bahn zwischen Ulm und Augsburg ist das größte Verkehrsprojekt der nächsten Jahrzehnte in Schwaben. Umso wichtiger ist es für Politik und Wirtschaft mit einer Stimme zu sprechen. Vor diesem Hintergrund trafen sich die stellvertretenden Präsidenten der IHK Schwaben Reinhold Braun und Josef Brandner mit dem Augsburger Landrat und schwäbischen Bezirkstagspräsidenten Martin Sailer, um mit gemeinsamen Zielvorstellungen in die kommenden Diskussionen zu gehen.

„Für die nationale und europäische Bahnanbindung der Region ist eine Einbindung in den Deutschland-Takt unverzichtbar“, formulierte Braun ein wesentliches Ziel der IHK-Mitgliedsunternehmen aus Produktion, Handel und Dienstleistungen. Damit einher geht eine Verkürzung der reinen Fahrzeit zwischen Ulm und der schwäbischen Bezirkshauptstadt auf knapp 30 Minuten. „Darüber hinaus“, so Landrat Sailer, „muss der Nahverkehr in der Region weiter verbessert werden. Dabei geht es nicht nur um die Zugverbindungen und deren Takt, sondern ebenso um die Ertüchtigung der Bahnsteige, Bahnhöfe und Lärmschutzanlagen“.

Ausgangspunkt der Suche durch die Deutsche Bahn nach einer geeigneten Trasse ist für die Gesprächspartner der im Bundesverkehrswegeplan 2030 aufgespannte „Suchraum“, der eine Ertüchtigung der Bestandsstrecke bis Dinkelscherben und einen Neu- bzw. Ausbau von Dinkelscherben bis Unterfahlheim vorsieht. Brandner betonte für die regionale Wirtschaft, dass „Günzburg auch weiterhin in das Fernverkehrsnetz eingebunden bleiben muss – mindestens mit dem im Bundesverkehrswegeplan vorgesehenen Stundentakt des Fernverkehrs, mit Luft nach oben.“