Am Sonntag, den 9. November, führte die Bundespolizei am Grenztunnel Füssen auf der A7 eine Kontrolle eines Fahrzeugs durch, das eine ungewöhnliche Fracht an Bord hatte. Insgesamt 31 griechische Landschildkröten wurden entdeckt, deren Transportdokumente nicht mit den Vorschriften übereinstimmten. Die Beamten übergaben die Schildkröten an den Reptilienzoo in Füssen.
Ungewöhnliche Reiseroute und Verdacht auf illegalen Transport
Am Morgen fiel den Beamten ein Fahrzeug mit belgischem Kennzeichen auf. Der französische Fahrer teilte mit, er transportiere die Tiere im Auftrag eines Freundes von Tschechien nach Belgien, wo sie in einem angeblichen Zoo untergebracht werden sollten. Die Beamten fanden die gemeldete Route verdächtig und überprüften die Einfuhrdokumente der Schildkröten. Dabei stellte sich heraus, dass mehr tschechische Zertifikate vorlagen, als nötig gewesen wären.
Verdacht des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz
Die Überprüfung der Dokumente durch das Veterinäramt und einen Sachverständigen des Reptilienzoos in Füssen ergab Unregelmäßigkeiten: Die Kennzeichnung der Tiere war nicht vorschriftsmäßig, der Transport unprofessionell und die Jahreszeit für einen solchen Transport ungewöhnlich. Diese Faktoren verstärkten den Verdacht einer illegalen Einfuhr der Tiere und eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Daher entschied das Veterinäramt, die Tiere bis zur Klärung im Reptilienzoo in Füssen unterzubringen.
Fahrer fährt ohne Führerschein
Zu allem Überfluss stellte sich heraus, dass der Fahrer nicht im Besitz eines gültigen Führerscheins war, da dieser ihm bereits zuvor entzogen worden war. Die Bundespolizei leitete daraufhin ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis gegen ihn ein. Die Echtheit der Transportdokumente wird weiter untersucht, und das Veterinäramt wird weitere Entscheidungen bezüglich der Schildkröten treffen.

