Illegales Rennen im Kreis Weißenburg-Gunzenhausen? 26-Jähriger stirbt in völlig zerfetztem Fahrzeugwrack

Ein Bild der Verwüstung bietet sich den Einsatzkräften, als sie am Samstagabend (29.05.2021) auf der WUG23 zwischen Haundorf und Mitteleschenbach ankommen. In einer Baumgruppe steht ein völlig zerstörter getunter Toyota, überall sind Trümmerteile verstreut, ein weiteres Auto ist beschädigt und drei weitere Fahrzeuge stehen etwas Abseits. Der 26-jährige Fahrer des Toyota hat seine schweren Verletzungen durch den Aufprall nicht überlebt. Ein verständigter Notarzt kann nur noch den Tod des Mannes feststellen.

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Foto: Goppelt

Die Frage, wie es zu dem tragischen Unfall kommen konnte, beschäftigt nun Polizei, Gutachter und Staatsanwaltschaft. Sicher ist bis jetzt: Der 26-Jährige ist gegen 19:30 Uhr mit seinem blauen Toyota und Freunden in drei weiteren Fahrzeugen auf der WUG23 von Mitteleschenbach kommend in Richtung Haundorf im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen unterwegs. Nach bisherigem Ermittlungsstand der Polizei schert der Toyota dann auf die Gegenfahrbahn aus, um ein vor ihm fahrendes Auto zu überholen. Dabei streift der Fahrer ein entgegenkommendes Fahrzeug, kommt im Anschluss von der Fahrbahn ab und prallt in eine Baumgruppe. Durch die Wucht des Aufpralls erleidet der junge Mann tödliche Verletzungen.

Nachdem unklar ist, wie es zu dem tragischen Unfall kommen konnte, wird auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ein Gutachter hinzugezogen, der die Unfallursache ermitteln soll. Ebenso ordnet die Staatsanwaltschaft die Sicherstellung der beiden Unfallfahrzeuge und eines weiteren Autos an. „Das Fahrzeuge gehörte zu einer Gruppe von Fahrzeugen, die hier gemeinsam unterwegs waren. Die Staatsanwaltschaft hat die Sicherstellung angeordnet. Man verspricht sich das Fahrzeug als Spurenträger zu sehen, an dem man die gefahrene Geschwindigkeit auslesen kann“, erklärt Harald Eckert, Leiter der Polizeiinspektion Gunzenhausen.

Hier kommt Dominik Enyedi mit seinem Abschleppwagen ins Spiel, er holt den Wagen des tödlich verunglückten Mannes ab. „Da war ein Fahrzeug der Marke Toyota zwischen Bäumen eingekeilt und in seine Einzelteile zerfetzt und eingeklemmt. Das Fahrzeug konnten wir nur unter erschwerten Bedingungen bergen. Auch die nachhörigen Aufräumarbeiten gestalteten sich schwierig, weil das Fahrzeug in alle seine Einzelteile zerlegt wurde“, so beschreibt der 30-Jährige die Situation, die vorfindet, als er eintrifft. In den fünf Jahren, in denen er den Job schon macht, hat er schon viel gesehen und beschreibt das Unfallauto wie folgt: „Das Fahrzeug ist schon stark optisch getunt, was man gesehen hat. Auch im Innenraum, bei den Einzelteilen hat man das sehen können, Luftfahrwerk und andere Felgen, die drauf waren“.