Im Eis eingebrochen | Einsatzkräfte retten zwei Menschen aus dem Weitmannsee

Zu einem dramatischen Rettungseinsatz kam es heute am Weitmannsee westlich von Kissing (Kreis Aichach-Friedberg).
 
Foto: privat
Ein Ehepaar war gegen 14.30 Uhr zu einem Spaziergang auf dem zugefrorenen Weitmannsee unterwegs. Ungefähr in der Mitte des Sees brach zunächst der Mann in das Eis ein, die Frau legte sich daraufhin flach auf das brüchige Eis nahe der Unfallstelle. Andere Spaziergänger bemerkten den Vorfall und alarmierten die Rettungskräfte.
 
Ein Team der DLRG-Wachstation am Weitmannsee machte sich dem dem Eisrettungsschlitten und einer Leiter sofort auf den Weg zur Einbruchstelle. Dann spitzte sich die Lage weiter zu, denn auch die Frau brach nach dem Fangen des Wurfsackes ebenfalls im See ein.
 
Während des Rettungseinsatzes hinsichtlich der zunächst eingebrochenen Person trafen die FF Kissing, der EL Wasserrettung der DLRG und die Wasserwacht Mering hintereinander ein. So konnte ohne größere Verzögerung in professioneller Zusammenarbeit auch die zweite Person aus ihrer lebensbedrohlichen Situation gerettet werden. Beide wurden mit einer Unterkühlung zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert. 
 
Dank der guten Zusammenarbeit von DLRG, Wasserwacht, Rettungsdienst und Feuerwehr fand das Drama so ein glückliches Ende. 

Dringende Warnung vor dem Betreten von Eisflächen

Der See wurde nach dem Vorfall komplett geräumt und die Gemeinde veranlasste eine Allgemeinverfügung, die das Betreten der noch nicht tragfähigen Eisfläche auf dem Weitmann- und Auensee offiziell verbietet.
 
Foto: Feuerwehr Kissing

Einsatzkräfte werden angepöbelt 

Nicht alle Passanten waren sich dem Ernst der Lage bewusst. Sie verließen auch nach Warnungen die Eisfläche nicht und pöbelten zu allem Überfluss die Rettungskräfte sogar noch an.

„Nein, wir hatten heute keine Übung. Nein, wir schickten euch nicht vom Eis weil Ihr keine Masken auf hattet. Wir hatten größte Mühe zwei ins Eis eingebrochenen Menschen aus dem See zu befreien und Leben zu retten. Als Dank wird man gefilmt, angepöpelt und gefragt ob wir nicht an einem anderen Ort üben könnten. Wir als Feuerwehr sind etwas entäuscht über die Aussagen mancher Bürger. Wir können nur Danke sagen an alle vernünftigen Bürger und die super Zusammenarbeit mit den anderen Hilfsorganisationen.“, so die Feuerwehr Kissing auf Facebook.