Im ersten Heimspiel setzte es für die Panther eine saftige 1:5-Klatsche gegen Mannheim

5.115 Zuschauer kamen zum ersten Panther-Heimspiel der Saison ins CFS und sahen gegen die Adler Mannheim einen rundum missglückten Heimstart in die Saison. Nach dem Overtime-Sieg am Freitag in Köln setzte es zuhause eine saftige 1:5 Niederlage gegen die Adler.

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Lange Gesichter bei den Panthern beim ersten Heimspiel der Saison gegen Mannheim. Foto: Andreas Klein

Die Begegnung nahm schnell Fahrt an und beide Teams hatten früh erste Schussgelegenheiten. AEV-Goalie Olivier Roy war zum Glück sofort auf Betriebstemperatur und parierte aus kürzester Distanz einen Schuss der Mannheimer. Der Ex-Augsburger Dennis Endras war auf der anderen Seite bei einem von Schmölz abgefälschten Schuss von der Blauen Linie chancenlos, und die Panther gingen in Führung (6.). Die Mannheimer zeigten sich unbeeindruckt und erhöhten den Druck auf das Tor der Rot-grün-weißen. In Unterzahl überstanden die Schwaben eine Zeitstrafe gegen Valentine, um sich kurz nach dessen Rückkehr den Ausgleich einzufangen. Dabei hatten die Panther kurz vor dem Ende ihrer Unterzahl sogar die Chance auf 2:0 zu stellen, aber am Ende eines wunderschön herausgespielten 2 auf 1 Konterns scheiterte Hafenrichter vor dem Tor. Auf der anderen Seite versenkte Desjardins die Scheibe dann eiskalt zum 1:1 Ausgleich (14.). Richtig bitter wurde es für die Panther, als sie erst in Unterzahl (Lamb, Beinstellen) das 1:2 und dann das 1:3 kassierten (17. +18.). Ganze acht Sekunden Spielzeit lagen zwischen den Treffern. Die Panther hatten geschlafen und den Gästen die beiden Treffer nach individuellen Fehlern auf dem Silbertablett serviert. Hoffnung auf eine schnelle Antwort ihrer Mannschaft kam bei den Panther-Fans auf, als Kink (Bandencheck) und Larkin (Beinstellen) wegen Strafen gleichzeitig vom Eis mussten. Nach gut 10 Sekunden Überzahl und dem ersten Abschluss im 5 gegen 3 gerieten White und der Mannheimer Mikkelson aneinander und kassierten jeweils zwei Minuten wegen übertriebener Härte. Den Bock stießen die Fuggerstädter vor der Sirene aber nicht mehr um, und es ging mit 5 gegen 5 und zwei Toren Rückstand in die Drittelpause.

Das zweite Drittel lief zwei Minuten, als Olivier Roy schlimmeres verhinderte und gegen den alleine auf ihn zustürmenden Eisenschmid glänzend parierte. Die Panther hatten Scheibenbesitz und die Adler Torchancen nach Scheibengewinnen. Olivier Roy muss ein Déjà-vu gehabt haben, als mit Krämer der nächste Adler alleine auf ihn zuflog. Diesmal hatte der Augsburger Goalie aber das Nachsehen und die mitgereisten Mannheimer Fans bejubelten Treffer zum 4:1 von Krämmer (29.). Die Panther hingen danach wie ein angeschlagener Boxer in den Seilen, bis Kolarik wegen Behinderung in die Box musste. Das Spiel der Augsburger wurde wieder sicherer, aber im Powerplay gelang ihnen kein gefährlicher Abschluss. Auf der anderen Seite hatten die Gäste viel Spaß am Hockey spielen und waren weiter auf das nächste Tor aus. Nach einer Strafe gegen Krämmer (Haken) hatten die Panther vor dem Ende des Mitteldrittels noch 102 Sekunden Überzahl, aber das Powerplay der Jungs vom Schleifgraben blieb harmlos. Kurz vor der Sirene hatte Fraser eine Chance, aber der Puck ging knapp am Kasten von Endras vorbei und es ging mit einem 3-Tore-Rückstand in die Kabine.

Die Panther waren im Schlussdrittel durchaus bemüht den Anschlusstreffer zu erzielen, aber sie brannten auch in den letzten 20 Minuten nicht gerade ein Offensivfeuerwerk ab. Der beste Panther auf dem Eis blieb Olivier Roy, der versuchte schlimmeres zu verhindern. Vorne hatte Schmölz die beste Chance zu verkürzen, scheiterte aber nach seinem Alleingang an Dennis Endras (52.). Die Messe war spätestens gelesen als Roy die Scheibe nach Moritz Seiders erstem DEL-Treffer aus dem Kasten holte, und die Gäste auf 5:1 erhöhten.

Im nächsten Heimspiel haben die Panther am 23. September die Eisbären Berlin vor der Brust.

AEV: Roy, Keller – Valentine, Lamb, Ullmann, Holzmann, Payerl – Tölzer, Detsch, White, Gill, McNeill – Schmölz, LeBlanc, Hafenrichter, Sezemsky, Rekis – Rogl, Fraser, Sternheimer, Stieler

Tore: 1:0 Schmölz (Sezemsky, Payerl – 6.); 1:1 Desjardins (Raedeke – 14.); 1:2 Wolf (Desjardins – 17.); 1:3 Smith (Hungerecker – 18.); 1:4 Krämmer (29.); 1:5 Seider (Kolarik, Festerling – 52.)

Schiedsrichter: Melia, Schukies | Hinterdobler, Schwenk

Strafzeiten: Augsburg 8 | Mannheim 12

Zuschauer: 5.115