Nach drei Siegen in Serie ist er FC Augsburg in der oberen Tabellenhälfte angelangt. Kann beim formschwachen VfL Wolfsburg der nächste Schritt gelingen?

Nach dem Heimerfolg über Heidenheim sangen die Fans des FC Augsburg bereits vom “Europapokal”. Die klare Leistungssteigerung seit der Übernahme des Traineramts durch Jess Thorup weckt Hoffnungen. Inzwischen sind die Schwaben auf Rang 9 geklettert, auf Tuchfühlung mit den jeweils nur einen Zähler besseren Teams aus Hoffenheim und Freiburg. Das alles weckt Erinnerungen an die Spielzeit 2014/15, als man mit 49 Punkten als Fünfter erstmals in die Europa League einzog. Noch möchte man sich beim FCA zu solchen Dingen nicht äußern. Natürlich setze man sich intern Ziele, man werde diese aber nicht nach außen tragen, heißt es aus Spielerkreisen.
Das nötige Selbstvertrauen ist da, um den Lauf, oder wie es Thorup bezeichnet, den Flow beizubehalten. Vier Bundesligasiege in Folge konnten die Schwaben in ihrer Bundesligazeit bisher nur ein einmal einfahren, diese Saison endete wie oben beschrieben historisch.
Bevor man sich in Schwaben mit solchen Dingen ernsthaft beschäftigt, müssen weitere Punkte eingefahren werden. In Wolfsburg stehen die Chancen dazu am Samstag nicht so schlecht. Beim VfL läuft es nicht. Drei Monate sind die Niedersachsen ohne Sieg. Mit der Zielsetzung internationales Geschäft in die Saison gestartet, muss man dort wohl eher den Blick nach unten lenken (aktuell 13.). Trainer Niko Kovac ist angezählt, eine Niederlage gegen den FCA könnte sein Ende bei den Wölfen einläuten.

Angezählte Boxer sind gefährlich, das weiß auch Thorup, der vor der Qualität des Gegners warnt. Mit dem frisch gewonnen Selbstvertrauen, der defensiven Stabilität und der zuletzt gezeigten Effektivität vor dem gegnerischen Tor kann für den FCA der nächste Schritt gelingen. Mal sehen, wohin er ihn bis zum Mai tragen würde.
Die voraussichtliche Aufstellung
Dahmen – Mbabu, Gouweleeuw, Uduokhai, Iago – Jakic -Jensen, Maier – Vargas – Tietz, Demirovic

