„Im Gedenken an das Opfer vom Königsplatz“ | Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und Landrat Martin Sailer legen Blumen nieder

Am Augsburger Königsplatz ist am vergangenen Freitag, 6. Dezember, ein Mensch gewaltsam ums Leben gekommen. Der 49jährige Mann aus dem Landkreis Augsburg war Mitglied der Berufsfeuerwehr Augsburg und am Freitagabend privat unterwegs. Die Stadt Augsburg dankt der Staatsanwaltschaft und der Polizei für ihren raschen und konsequenten Einsatz bei der Ermittlung der Tatverdächtigen im Zusammenhang mit der tödlichen Auseinandersetzung.

Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und Martin Sailer, Landrat des Landkreises Augsburg (rechts), legten
am Königsplatz im Gedenken an das Opfer Blumen nieder. Bild: Ruth Plössel, Stadt Augsburg

Bekenntnis zu Gewaltfreiheit und Solidarität

Im Gedenken an das Opfer und als Ausdruck ihres Mitgefühls für die Angehörigen legten Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und Landrat Martin Sailer am Montagmorgen für die Stadt und den Landkreis Augsburg ein Blumengebinde am Tatort ab.

Gribl: Die Gewalttat ist bestürzend und macht fassungslos Foto: Wolfgang Czech

OB Dr. Gribl nimmt wie folgt Stellung: Mitten unter uns, am Königsplatz, ist ein Mitbürger nach einer tätlichen Auseinandersetzung zu Tode gekommen, sein Freund wurde schwer verletzt. Die Gewalttat ist bestürzend und macht fassungslos. Unser aller Mitgefühl gehört den Hinterbliebenen des Verstorbenen, seinen Freunden und Kollegen – insbesondere den
Kameradinnen und Kameraden bei der Berufsfeuerwehr. Ich danke allen, die jetzt solidarisch Haltung zeigen und sich zu Gewaltfreiheit und unseren Werten bekennen.“

Bozoğlu: „Wir stellen uns die Frage, wie es zu einer solchen Gewaltaffinität kommt“

Bozoğlu war ebenfalls an der Gedenkstelle gewesen | Foto: Bruder

Auch der Augsburger Landtagsabgeordnete Cemal Bozoğlu war bereits am Wochenende an der Gedenkstelle.  „Ich drücke mein Beileid aus und solidarisiere mich mit den Hinterbliebenen, Freunden und Kollegen des Verstorbenen. Ich hoffe, dass alle Hintergründe rasch aufgeklärt und die Täter rechtmäßig verurteilt werden. Dass in einer Stadt mit 300.000 Einwohnern diverse Problemzonen existieren, ist leider Realität. Es gilt mit sicherheitspolitischen und auch sozialarbeiterischen Maßnahmen dagegen vorzugehen. Die installierten Überwachungskameras haben bei der Ermittlung der Täter geholfen, konnten die Tat an sich allerdings nicht verhindern. Ich rege an, dass über eine stärkere punktuelle und sichtbare Präsenz der Polizei nachgedacht wird. Dies sollte allerdings mit aufsuchender Sozialarbeit ergänzt werden.Wir stellen uns allerdings entschieden dagegen, dass diverse gesellschaftliche Gruppen gegeneinander ausgespielt werden! Die Täter sind junge Menschen, die in Augsburg geboren und aufgewachsen sind. Insgesamt waren es sieben junge Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen. Das sind allesamt auch Kinder unserer Stadt und sozialisiert durch die Rahmenbedingungen, die wir geschaffen haben. Wir stellen uns die Frage, wie es zu einer solchen Gewaltaffinität kommt. Das ist ein mehrschichtiges und komplexes Problem, welches wir politisch langfristig lösen müssen.“