Im Rollstuhl auf die Kuppel des Reichstags – Politische Bildungsreise für Behinderte

„Jeder soll an allen Lebensbereichen teilhaben – auch an der politischen Bildung! Deswegen habe ich für meine aktuelle Berlinfahrt eine ganz besondere Besuchergruppe eingeladen“, berichtet die Bundestagsabgeordnete Ulrike Bahr. „Eine solidarische Bürgergesellschaft zeichnet sich dadurch aus, dass sie Menschen mit Behinderungen Chancengleichheit ermöglicht. Was noch zu tun ist, damit Barrierefreiheit erreicht wird, darüber wollte ich mit Betroffenen ins Gespräch kommen. Denn auch Menschen mit Behinderungen soll Zugang zu bestmöglicher Bildung, existenzsichernder Arbeit und die volle Teilhabe am politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden“.

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Foto: Angelika Lonnemann

Seh- und Hörbehinderte, Gehbehinderte, Schwerstbehinderte, Menschen mit Downsyndrom und ihre Begleiter und Assistenten fuhren für vier Tage nach Berlin, wo sie unter anderem das Kanzleramt, das Willy-Brandt-Haus, eine Plenarsitzung und die Villa der Wannseekonferenz besuchten. Bei vielen Gesprächen, zum Beispiel mit der Bundesbehindertenbeauftragten Verena Bentele und mit der Bundestagsabgeordneten Ulrike Bahr im Reichstag und in geselliger Runde am Abend, ging es um die aktuelle Politik, die Bedürfnisse der Behinderten und das geplante Bundesteilhabegesetz.

Die Stadtführerin des Bundespresseamtes Sabine Wiemert leitete die Gruppe und den Augsburger Bus souverän durch die Hauptstadt. Sie machte auf viele Details aufmerksam, etwa auf die vergoldeten Kanonenrohre an der Säule unter dem goldenen Friedensengel oder berichtete von dem Stolz der Berliner auf ihren höchsten Berg, den 66 Meter hohen Kreuzberg. An der Endmoräne aus der letzten Eiszeit wird seit den 60er Jahren sogar Wein angebaut! Als die schwäbische Besuchergruppe herzlich lachte über die Höhe des sogenannten Berges, sagte Wiemert: „Lachen Sie nicht! Wir Berliner machen eben aus alles immer das Beste!“

Untergebracht war die Gruppe in einem barrierefreien Hotel in Charlottenburg. Hin- und Rückfahrt und alle Fahrten in Berlin wurden souverän von Florian Dobos, dem überaus geduldigen, freundlichen und kompetenten Busfahrer der Augsburger Firma Ziegelmeier gefahren.

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