Als Tabellenvorletzter benötigen die Augsburger Panther im Abstiegskampf dringend Punkte, doch auch gegen Frankfurt wurde nichts daraus. Nach einem desolaten Start hatten sich der AEV zwar wieder in das Spiel zurückgekämpft, verlor letztendlich aufgrund zahlreicher eigener Fehler verdient gegen die Löwen aus der Mainmetropole.

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Foto: Wolfgang Czech

 

Der Druck auf die Augsburger Panther wächst, nach 32 vor dem Mittwochsspiel absolvierten Partien landete bisher nicht mal im Schnitt ein Zähler auf der Habenseite. Punkte aus der ersten Begegnung mit Aufsteiger Löwen Frankfurt hätten deshalb enorme Bedeutung gehabt.

Desolater Auftakt

Der AEV begann entsprechend nervös, die Hessen waren die bessere Mannschaft. Nach aus Augsburger Sicht desolaten zehn Minuten stand es bereits 0:3. Olsen hatte Endras am kurzen Pfosten erwischt, ehe ein Wimpernschlag später nach einem Vandane-Schuss die Scheibe bereits zum zweiten Mal im Netz zappelte. Damit allerdings noch nicht genug. Die Panther waren nach einer ersten Unterzahl kaum komplett, als sich Frankfurts Rowney feiern lassen konnte (10.). Das nach desolaten zwanzig Minuten verdiente Pfeifkonzert zur Pause sollte dennoch ausbleiben, mit der Sirene versenkte LeBlanc den Puck zum 1:3.

Neu-Panther-Coach Suikkanen war dennoch bedient, nach der entsprechenden Pausenansprache kam seine Truppe deutlich motivierter aus der Kabine zurück. Auch wenn das Spiel nun deutlich ausgeglichener verlief, ließen die Panther in der Offensiv weiterhin über weite Strecken echte Qualitäten vermissen. Erst als sich der Mittelabschnitt dem Ende entgegenneigte konnte Wännström zum Anschluss einschießen. Als Löwen-Angreifer Olsen wenig später nach einem derben Check gegen Länger in die Kabine geschickt wurde, hatten die Schwaben fünf Minuten lang die Chance, mit einem Mann mehr den Ausgleich zu erzwingen. Ein Vorhaben, das klappen sollte.

Erneuter Doppelpack entscheidet das Spiel gegen Augsburg

Unmittelbar nach dem letzten Seitenwechsel konnte mit einem sehenswerten Spielzug der Platz genutzt werden. LeBlancs Treffer sorgte aber nur kurz für Jubel auf den Rängen. Wie schon im ersten Drittel stürzte ein Doppelschlag der Löwen den AEV noch tiefer in das Formloch. Bergman hatte nach einem schwachen Payerl-Zuspiel die Scheibe hinter dem eigenen Tor verloren, einen Pass später bedankte sich D`Amigo auf seine Art und Weise. Wäre dies nicht schon frustrierend genug gewesen, sollte 1:50 Minuten später AEV-Schlussmann Endras seinen rabenschwarzen Tag ein weiteres Mal bestätigt bekommen. Wie schon bei den ersten beiden Gegentreffern sah der sonst so wichtige Keeper gegen Rowney enorm schwach aus. Nachdem er den Puck nach einem harmlosen Schlenzer fallen gelassen und nicht mit der Fanghand zu greifen bekommen hatte, stocherte der Gästestürmer von hinter (!) dem Tor zwischen dem AEV-Torhüter und dem Pfosten das Spielgerät über die Torlinie. Endras Vorderleute waren zwar bis zum Schluss bemüht, die so wichtigen Zähler doch noch irgendwie zu holen, die Fähigkeiten dazu fehlten aber auch an diesem Abend. Als Suikkanen Endras zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis genommen hatte, beendete Nationalspieler Dominik Bokk die letzten Hoffnungen auf Zählbares.

Niederlagenserie geht weiter

Auch wenn sich die Augsburger Panther zwischenzeitlich wieder herangearbeitet hatten, verloren sie schlussendlich dennoch verdient. Das Licht im Tabellenkeller wird nach der fünften Niederlage in Serie noch dunkler. Die Fans verabschiedeten die Mannschaft nach dieser erneut enttäuschenden Niederlage mit einem zu erwartenden Pfeifkonzert aus 2022. Dass das letzte Spiel in diesem Kalenderjahr für Erhellung sorgen kann (Freitag in Ingolstadt) darf bezweifelt werden.

AEV: Endras, Keller – Lamb, Haase, Sacher, Bergman, Warsofsky, Länger – Volek, Payerl, Kuffner, LeBlanc, Stieler, Soramies, Broadhurst,  Wännström, Clarke, Johnson, Barinka, Puempel, Saponari

Tore: 0:1 Olsen (Schwartz) 7., 0:2  Vandane (Bokk/Randford) 7., 0:3 Rowney (Maginot) 10., 1:3 LeBlanc (Warsofsky/Sacher) 20., 2:3 Wännström (Kuffner/Stieler) 37., 3:3 LeBlanc (Broadhurst/Barinka) 41., 3:4 D`Amigo (Elsner/Wruck) 43., 3:5 Rowney (Randford) 44., 3:6 Bokk (Randford) 59.

 

Schiedsrichter: Frano, Schuckies| Heffner, Koziol Strafzeiten: Augsburg 4 – Frankfurt 5 + SD Olsen

Zuschauer: 6.179 (ausverkauft)