Ein Jahr nach der Flutkatastrophe in Westdeutschland sind immer noch zahlreiche Schulgebäude so stark beschädigt, dass dort gar kein oder nur eingeschränkter Unterricht abgehalten werden kann. Das berichtet der „Spiegel“ in seiner neuen Ausgabe.

Allein in den Hochwassergebieten in Nordrhein-Westfalen waren nach Angaben des Düsseldorfer Schulministeriums im Frühjahr noch 63 Standorte von den Folgen der Jahrhundertflut im Juli 2021 betroffen. Hinzu kommen mehr als ein Dutzend Schulen in Rheinland-Pfalz: Im Ahrtal hatten 17 Einrichtungen vor einem Jahr zum Teil erhebliche Gebäudeschäden gemeldet. Nur eine dieser beschädigten Schulen ist nach derzeitigem Stand wieder voll nutzbar. Bei den 16 anderen läuft die Sanierung noch oder ist erst in der Planung.

In beiden Bundesländern finde jedoch für alle Schüler „weitestgehend“ wieder regulärer Unterricht statt, heißt es aus den zuständigen Ministerien – teilweise an Ersatzstandorten, in Containermodulen oder auch in Messezelten. Eine Förderschule im rheinischen Leichlingen beispielsweise ist so stark zerstört, dass dort die Schüler auf insgesamt sechs neue Standorte in der Umgebung verteilt werden mussten. Wann die Klassen wieder zusammengeführt werden können, ist derzeit nicht abzusehen.

Foto: Nach dem Hochwasser 2021, über dts Nachrichtenagentur

Immer Noch Viele Schulen Durch Flutschaeden Unbenutzbar