Immer wieder Osnabrück | Die Playoffs werfen ihren Schatten bei den Angels Nördlingen voraus

Kaum hat sie angefangen, ist sie auch schon wieder vorbei – die Hauptrunde der 1. Toyota Damenbasketball Bundesliga. Am 08.10.2022 fand das erste Pflichtspiel der Saison 2022/2023 für die Nördlinger Kraterbasketballerinnen beim Deutschen Meister USC Eisvögel Freiburg statt. Es war ein Pokalspiel, das die Eigner Angels überraschend mit 68:67 gewannen.

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Foto: Jochen Aumann

Bekanntlich verlor man dann in der folgenden Runde zu Hause gegen – Osnabrück. Am vergangenen Sonntag endete die Hauptrunde für die Angels mit einer Niederlage gegen den Tabellenführer aus Hannover. In 18 Spielen konnten die Niedersachsen nur dreimal bezwungen werden. Zweimal von – Osnabrück. Die Luchse treffen nun in der ersten Playoffrunde auf die Freiburgerinnen. Die Chancen für die Breisgauerinnen, ihren Titel aus der Saison 2022/2023 zu verteidigen stehen gering, zu durchwachsen war ihre bisherige Saison.

Die Rutronik Stars aus Keltern gehen als Tabellenzweiter und Meisterschaftsfavorit in das Spiel gegen den Siebten aus Saarlouis. Beide Teams gewannen ihre letzten Spiele klar. Die Württembergerinnen sollten allerdings gegen die Saarländerinnen gewarnt sein. Saarlouis gewann das Heimspiel in der Punktrunde mit 70:53, verlor das Rückspiel in Keltern aber nach einer grottenschlechten zweiten Halbzeit mit nur 14 erzielten Punkten mit 55:76. Ein entscheidendes drittes Spiel scheint hier mehr als möglich.

Der Tabellendritte aus Herne empfängt in der ersten Runde der Playoffs ALBA Berlin. Herne verlor zuletzt auswärts in Keltern deutlich mit 52:74, Berlin gewann vor erneutem Zuschauerrekord von 2.052 Zuschauern (erst gegen die Nördlinger Angels gab es einen Rekord mit über 1.700 Besuchern) klar gegen Freiburg mit 85:56. Für Herne dürfte es schwer sein, in der Sömmeringhalle zu bestehen. In der Punktrunde verloren sie schon 77:66 und gewannen zu Hause nur knapp mit 56:51.

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Foto: Michael Soller

Somit bleiben die Eigner Angels als Tabellenvierter übrig. Die erhoffte und von Kapitänin Sami Hill angekündigte Wiedergutmachung für die Niederlage in Herne gelang, wenngleich man gegen den Tabellenführer aus Hannover spielte, nur in Teilen. Nach einer guten ersten Halbzeit (33:36) brachten die Rieserinnen kein Bein mehr auf den Boden. 20 Punkte in Halbzeit zwei sind auch gegen den jetzigen Meisterschaftsfavoriten aus Niedersachsen nicht zufriedenstellend, die 53:70 – Niederlage vor knapp 700 Zuschauern ließ viele Fragen für das erste anstehende Playoffspiel gegen Osnabrück offen. Unter anderem die Frage, ob die Systemumstellung von Coach Tony Imreh erfolgreich ist.

Mit der Verpflichtung von Chelsea Waters rückte Elina Koskimies von der Position 4 (Power Forward) auf die Position 3 (Small Forward), beide Positionen sind eher auf dem Flügel in Korbnähe zu finden und bedürfen dennoch unterschiedlicher Herangehensweisen. Gerade bei der finnischen Nationalspielerin scheint die Systemumstellung nicht gelungen. Seit der Verpflichtung von Waters und sechs Spiele danach verschlechterte sich der Punkteschnitt von Koskimies von über 13 Punkte auf nun 9,1. Die letzten drei Spiele der Eigner Angels, allesamt verloren, war der Schnitt bei ihr gar nur 2,6 Punkte. Die US-Amerikanerin Chelsea Waters erzielte in ihren bisherigen 6 Spielen (3 Siege, 3 Niederlagen) durchschnittlich 8 Punkte, bei den letzten drei Niederlagen 4,3.

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Bevor am 26.03.Playoff starten, stehen dieses Wochenende die Halbfinalspiele samt Finale im DBBL-Pokal an. Im TOP 4-Turnier in Osnabrück stehen sich in einem zu erwartenden Endspiel um die deutsche Meisterschaft die Rutronik Stars aus Keltern und die Luchse der TK Hannover gegenüber. Also Zweiter gegen Ersten der Hauptrunde. Spielbeginn ist um 14.00Uhr.

Am Abend startet um 18.00Uhr Gastgeber und dreimaliger Nördlingenbezwinger Osnabrück gegen den Zweitligisten VfL VIACTIV-AstroLadies Bochum das zweite Halbfinalspiel. Die Ladies sind für die insolventen Rheinland Lions nachgerutscht und dürften die Rolle des Underdogs an diesem Wochenende einnehmen. Das Endspiel findet dann am Sonntag, 19.03. um 16.30 statt.  Ziemlich sicher mit – Osnabrück.