„Impfen to go“ nimmt in Bayern Fahrt auf

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek appelliert an die Menschen, die vielfältigen Sonderimpfaktionen in allen Regionen des Freistaats aktiv wahrzunehmen. Holetschek betonte am Donnerstag anlässlich des Besuchs einer Sonderimpfaktion vor einem Supermarkt im oberbayerischen Dachau

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Symbol-Foto: Wolfgang Czech

„Das ‚Impfen to go‘ im Freistaat nimmt richtig Fahrt auf. Ich bin begeistert von den vielen kreativen Ideen der Impfzentren und unserer Partner für Impfangebote vor Ort. Ich appelliere an die Menschen in Bayern, die noch unentschlossen sind oder zweifeln, diese Impfangebote wahrzunehmen.“

Der Minister ergänzte: „Noch nie war es so leicht, eine Corona-Impfung zu bekommen. Wir haben ausreichend Impfstoff und überall in Bayern gibt es leicht zugängliche und unkomplizierte Impfangebote. Ich sehe es als eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung aller an, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, gerade auch mit Blick auf die wieder steigenden Inzidenzen.“

Holetschek unterstrich: „Wir haben im Internetangebot des Gesundheitsministeriums eine Übersicht für die Sonderimpfaktionen in Bayern erstellt. Darin sind landesweit allein seit gestern für die verbleibenden Tage im Juli zahlreiche Sonderimpfaktionen registriert, und es werden täglich mehr. Die Initiativen reichen von Impfaktionen am Feierabend, in Einkaufszentren oder im Rathaus über spezielle Impftage für Kinder und Jugendliche, Familien oder Eltern und Impfungen auf einem Mittelaltermarkt sowie einem Flohmarkt und einem Open Air, einem Gassenfest oder an sozialen Brennpunkten und Tafeln bis hin zur Impfaktion der Stadt Nürnberg zum Saisonauftakt am Sonntag, 25. Juli 2021, von 12 Uhr bis 17 Uhr vor und nach dem Heimspiel des 1. FCN gegen Erzgebirge Aue am Stadion.“ Die landesweiten Sonderimpfaktionen finden sich im Internet auf der Homepage des Gesundheitsministeriums.

Holetschek erläuterte: „Bei unseren Sonderimpfaktionen unterstützen uns neben den engagierten mobilen Teams der Impfzentren zudem starke Partner aus den Bereichen Sport, Kultur, Jugend, Wirtschaft und Gastronomie. Zu den Impfpartnern gehören etwa der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA), der Bayerische Jugendring, der Bayerische Landessportverband (BLSV), der Bayerische Fußballverband (BFV), die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), die Industrie- und Handelskammer (IHK), der Handwerkstag, der Bundesverband der Systemgastronomie und die Betreiber großer Einkaufszentren.“ Grundsätzlich kann sich jedes Unternehmen oder Einrichtung als weiterer Kooperationspartner an das regionale Impfzentrum wenden.

Der Minister fügte hinzu: „Die Aktionen des BLSV sind angelaufen: So sollen beispielsweise beim TSV München-Ost e.V. die über 3.000 Mitglieder demnächst vor Ort ein Impfangebot erhalten. Kommende Woche wird der SV Mirskofen bei Landshut seinen fast 1.000 Mitgliedern und deren Angehörigen zusammen mit dem Impfzentrum vor Ort einen Impftag anbieten.“

Das bayerische Gesundheitsministerium steht auch im Austausch mit dem Vorsitzenden des Münchner Forums für Islam, Imam Dr. Benjamin Idriz. Geplant sind Impfaktionen bei Moscheen im Zusammenhang mit dem Freitagsgebet.

Holetschek ergänzte: „Auch mit dem Bauernverband stehen wir in engem Kontakt, um das Impfen von Saisonarbeitskräften voranzutreiben. Möglich sind etwa Sammeltermine in Impfzentren bei größeren Betrieben, oder gemeinsame Impfaktionen für kleinere Betriebe.“

Der Minister fügte hinzu: „Ich appelliere auch an alle Menschen, die sich bereits gegen das Coronavirus haben impfen lassen: Werden Sie zum Impfbotschafter! Sprechen Sie über Ihre Beweggründe zur Impfung. Wie es Ihnen damit jetzt geht, wie Sie dadurch gestärkt durch die Pandemie gehen.  Sprechen Sie mit Zweiflern und überzeugen Sie diese durch IHR Beispiel! Denn klar ist: Das Impfen ist der einzige wirksame Weg aus der Corona-Pandemie und zurück zu einem Leben in Normalität.“

Holetschek betonte: „Unsere breit angelegte Impf-Kampagne ‚Ich tu’s für…‘ wird kommende Woche mit weiteren Prominenten in eine neue Runde gehen. Auch damit wollen wir die Impfbereitschaft der Unentschlossenen steigern. Darüber hinaus werden wir im Rahmen unserer Kampagne auch gezielt die Gruppe der 16- bis 30-Jährigen ansprechen. Denn hier gibt es bei den Impfungen noch Luft nach oben.“

Der Minister sagte: „Unser Ziel ist es, bis zum Herbst möglichst viele Bürgerinnen und Bürger in Bayern vollständig gegen Corona zu impfen. Ich danke den Initiatoren der diversen Sonderimpfaktionen ganz herzlich für ihr Engagement und ihre Unterstützung! Denn klar ist: jede einzelne Impfung zählt in unserem gemeinsamen Kampf gegen diese Pandemie. Mobile Teams bringen den Impfstoff zu den Menschen, um sie in ihrem Alltag zu erreichen: beim Einkaufen wie heute in Dachau, im Wirtshaus, in der Fußgängerzone oder im Sportverein.“