Impfnachweis ungültig | Bürgertestzentrum für Betroffene aus Wemdinger Praxis weiterhin kostenfrei

In einer Arztpraxis in Wemding sollen Bestätigungen ohne erfolgte Coronaimpfung ausgestellt und möglicherweise auch Plazebo-Impfungen durchgeführt worden sein. Die in der Praxis ausgestellten Impfnachweise sind ungültig, das Landratsamt Donau-Ries konnte nun eine Regelung für die notwendigen PCR-Tests treffen. Die erfolgte Schließung der betroffenen Wemdinger Arztpraxis hat aber nicht nur für Personen Folgen, die sich dort gegen COVID-19 haben impfen lassen.Impfen Impfung

Nach intensivem Austausch mit der Regierung von Schwaben und dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, konnte nun erreicht werden, dass Betroffene der Praxis Dr. Holst in Wemding auch über den 10. Oktober hinaus kostenlose PCR-Tests am Bürgertestzentrum Monheim in Anspruch nehmen können.

Nachdem die in besagter Arztpraxis ausgestellten Impfnachweise keine Gültigkeit mehr besitzen, unterliegen die Betroffenen wieder der Testpflicht im Rahmen der „3G-Vorgaben.“

Für Gesundheitsamt und Landratsamt Donau-Ries war es deshalb ein großes Anliegen, Betroffenen auch über den 10. Oktober hinaus eine kostenfreie Möglichkeit für Tests zu bieten.
Sollte das Ergebnis der angebotenen Antikörpertestung bei Betroffenen keinen ausreichenden Impfschutz ergeben, werden bis zum vollständigen Impfschutz Betroffener, in Abhängigkeit des Impfstoffes, mindestens zwei, bzw. sogar mehrere Wochen vergehen.

Das Landratsamt wird gemeinsam mit dem BRK Nordschwaben für Betroffene zeitnahe einen Sonderimpftermin in Wemding anbieten. Die genauen Modalitäten zu den kostenlosen Tests und zur betroffenen Personengruppe werden zu gegebenem Zeitpunkt über die Medien und die Homepage des Landratsamtes Donau-Ries unter www.donau-ries.de/testen verkündet. Bis einschließlich 10.10. sind Testungen in vielen Fällen ohnehin noch nicht mit Kosten verbunden.

Unregelmäßigkeiten bei Corona-Impfungen? – Patienten des Wemdinger Arztes müssen zur Antikörperbestimmung

 

Landrat Stefan Rößle bittet KVB um Unterstützung in Wemding

Die erfolgte Schließung der betroffenen Wemdinger Arztpraxis hat nicht nur für Personen Folgen, die sich dort gegen COVID-19 haben impfen lassen. Auch andere Patientinnen und Patienten der Praxis haben damit nach aktuellem Stand ihren behandelnden Hausarzt verloren.

Aus diesem Grund hat sich Landrat Stefan Rößle heute in einem Schreiben an die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns gewandt und auf die sich damit verschärfende hausärztliche Versorgungslage in Wemding und um hingewiesen: „Wir möchten Sie daher, insbesondere im Hinblick auf diese außergewöhnliche Situation, die mit einer enormen Belastung und einem großen Beratungsbedarf für die Betroffenen einhergeht, bitten, in diesem Bereich Gegenmaßnahmen in die Wege zu leiten, damit eine Unterversorgung nicht eintritt, bzw. schnellstmöglich wieder beseitigt werden kann.“