Importpreise im Januar gesunken

Die Importpreise in Deutschland sind im Januar 2020 gesunken. Sie waren im ersten Monat des Jahres um 0,9 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mit. Im Dezember 2019 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei -0,7 Prozent gelegen, im November 2019 bei -2,1 Prozent.

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Die Importpreise fielen im Januar 2020 gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent. Der Rückgang der Importpreise gegenüber Januar 2019 war vor allem durch die Entwicklung der Einfuhrpreise für Energie beeinflusst, so das Statistikamt weiter. Energieeinfuhren waren im Januar 2020 um 6,9 Prozent billiger als im Januar 2019 (-4,8 Prozent gegenüber Dezember 2019).

Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate für Energie hatte Erdgas mit einem Minus von 32,2 Prozent. Dagegen lagen die Preise für Erdöl mit +12,5 Prozent und für Mineralölerzeugnisse mit +3,8 Prozent über denen von Januar 2019. Der Einfuhrpreisindex ohne Energie war im Januar 2020 um 0,2 Prozent niedriger als im Januar 2019 (+0,2 Prozent gegenüber Dezember 2019), so das Bundesamt. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Einfuhrpreisindex um 1,7 Prozent unter dem Stand des Vorjahres (-0,1 Prozent gegenüber Dezember 2019). Die Preise für importierte Vorleistungsgüter sanken im Januar 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,6 Prozent, stiegen aber gegenüber dem Vormonat leicht um 0,1 Prozent.

Im Vergleich zu Januar 2019 verbilligten sich unter anderem elektronische Bauelemente (-12,7 Prozent) sowie Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (-9,0 Prozent). Dagegen lagen die Preise für Eisenerze (+16,9 Prozent) sowie für Edelmetalle und Halbzeug daraus (+41,2 Prozent) erheblich über dem Niveau des Vorjahresmonats, so die Statistiker weiter. Die Preise für importierte Investitionsgüter lagen im Januar 2020 um 0,5 Prozent unter denen von Januar 2019. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2019 stiegen sie leicht um 0,1 Prozent. Während unter anderem Smartphones (-10,4 Prozent) und Tablets (-10,0 Prozent) billiger waren, wurden Maschinen zu 1,2 Prozent sowie Mess-, Kontroll-, Navigations- und ähnliche Instrumente und Vorrichtungen zu 1,9 Prozent höheren Preisen als im Januar 2019 importiert.

Verbrauchsgüter waren im Vergleich zum Vorjahr 1,9 Prozent teurer. Die Importpreise für Gebrauchsgüter stiegen um 0,2 Prozent, so das Statistikamt. Die Einfuhrpreise für landwirtschaftliche Güter lagen 6,8 Prozent höher als im Januar 2019 (+2,0 Prozent gegenüber dem Vormonat). Während insbesondere lebende Schweine (+54,5 Prozent) deutlich teurer waren als vor einem Jahr, wurde vor allem Getreide (-6,0 Prozent) zu niedrigeren Preisen importiert.

Der Index der Ausfuhrpreise lag im Januar 2020 um 0,5 Prozent über dem Stand von Januar 2019. Im Dezember 2019 hatte die Jahresveränderungsrate bei +0,4 Prozent und im November 2019 bei -0,1 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2019 stiegen die Ausfuhrpreise im Durchschnitt leicht um 0,2 Prozent, so das Bundesamt.