Indianer weiter auf Kriegspfad – ECDC Memmingen fährt gegen Höchstädt den nächsten Sieg ein

Der ECDC Memmingen hat sein Heimspiel gegen den Höchstadter EC mit 7:2 gewonnen. Die Indians setzten sich in einer intensiven und kampfbetonten Partie am Ende deutlich gegen die Franken durch und stehen nach dem Wochenende auf Platz 7 der Tabelle.

Foto: Alwin Zwibel

Beflügelt vom Derbysieg am Freitag legten die Indians los wie die Feuerwehr. Früh mussten die Gäste aus Franken die erste Strafe hinnehmen, aus der die Memminger sofort Kapital schlugen. Daniel Huhn vollendete zum 1:0 und ließ die rund 1500 Zuschauer am Hühnerberg früh jubeln. Die Indians ruhten sich auf dem frühen Vorsprung aber nicht aus, zahlreiche Chancen konnten sie sich bereits früh erspielen, in der 10. Minute erhöhte Dominik Piskor dann auf 2:0 und kurze Zeit später war auch der Arbeitstag von HEC-Goalie Henseleit beendet. Doch auch Phlipp Schnierstein, jetzt neu im Tor der Gäste, konnte sich über mangelnde Arbeit nicht beschweren. Umso ärgerlicher dann der Anschluss kurz vor der Pause durch Kreuzer (18.).

Im zweiten Abschnitt dauerte es dann etwas, bis die Partie wieder Fahrt aufnahm. Das lag auch an den vielen Unterbrechungen und Nickligkeiten, die sich durch diese Phase zogen. Mehrere Rangeleien und Fouls brachten Emotionen in die Partie der langjährigen Rivalen. Als dann Markus Lillich blutüberströmt vom Eis musste, nachdem er von einem Höchstadter Stock getroffen wurde, kochte die Stimmung fast über, alle Beteiligten besannen sich aber anschließend wieder aufs Sportliche und der HEC kam in der 38. Minute durch eine unglückliche Aktion der Indians zum Ausgleich. Das wollten die Rot-Weißen nicht auf sich sitzen lassen. Fast im Gegenzug die Antwort durch Toptorjäger Milan Pfalzer, der einen schnellen Spielzug abschloss. Als dann noch Saku Salminen seinen starken Auftritt mit einem Tor kurz vor der Pausensirene krönte, waren die Weichen endgültig auf Sieg gestellt.

Foto: Alwin Zwibel

Diesen Sieg wollten sich die Memminger in den letzten 20 Minuten auch nicht mehr nehmen lassen. Der frisch verarztete Markus Lillich kam aufs Eis zurück und erhöhte nach feiner Einzelleistung auf 5:2. Als dann Daniel Huhn einen Pass von Saku Salminen verwerten konnte, war der Sieg bereits sicher, Markus Lillich, mit seinem zweiten Tor des Abends, stellte eine Minute vor dem Ende dann den 7:2 Endstand her und sicherte den Indianern den wichtigen Heimsieg am Hühnerberg.

Die Indians stehen damit auf dem 7. Tabellenplatz, am nächsten Wochenende kommt es mit Regensburg und Landshut allerdings zum Aufeinandertreffen mit zwei Favoriten. Am Freitag reisen die Indians zum Spitzenreiter in die Oberpfalz, am Sonntag kommt mit dem Altmeister aus Landshut der Fünfte an den Hühnerberg.

Tore: 1:0 (3.) Huhn (Miettinen, Wiecki, 5-4), 2:0 (10.) Piskor (Huhn, Miettinen), 2:1 (18.) Kreuzer (Petrak), 2:2 (38.) Szwajda (Kreuzer, Roth), 3:2 (39.) Pfalzer (Beck, Salminen), 4:2 (40.) Salminen (Pfalzer, Stotz), 5:2 (50.) Lillich, 6:2 (52.) Huhn (Salminen, Schmid T.), 7:2 (59.) Lillich (Wiecki)

Strafminuten: Memmingen 10 – Höchstadt 18

Zuschauer: 1481