Infektionsschutz: Umweltministerin will mehr Distanz zu exotischen Tieren

Um die Verbreitung neuartiger Viren zu verhindern, hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) mehr Distanz zu exotischen Tieren gefordert. „Die Menschen sind insgesamt in weiten Teilen der Welt den Tieren zu nahe gekommen, indem sie zum Beispiel in Urwälder vordringen und Ökosysteme zerstören“, sagte Schulze den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). Eine starke Naturschutzpolitik, die weltweit für den Erhalt von vielfältigen Ökosystemen eintrete, sei „daher ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung von Seuchenursachen“, so die SPD-Politikerin weiter.

infektionsschutz-umweltministerin-will-mehr-distanz-zu-exotischen-tieren Infektionsschutz: Umweltministerin will mehr Distanz zu exotischen Tieren Politik & Wirtschaft Überregionale Schlagzeilen Menschen Präsident SPD Svenja Schulze Viren Weltweit | Presse AugsburgSvenja Schulze, über dts Nachrichtenagentur

Zuvor hatte bereits der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, vor dem Umgang mit exotischen Tieren gewarnt und eine Eindämmung des illegalen Tierhandels gefordert. „Da hat er völlig Recht“, sagte die Umweltministerin dazu. Auch wenn der illegale Tierhandel „nur ein kleiner Teil des Problems“ sei.