Anderthalb Wochen vor der Landtagswahl in Brandenburg legt die SPD in der ARD-Vorwahlumfrage deutlich zu und ist gleichauf mit der AfD, die Grünen verlieren deutlich. Laut der Erhebung von Infratest, die am Donnerstag in den ARD-Tagesthemen veröffentlicht wird, kommen die Sozialdemokraten in Brandenburg nun auf 22 Prozent, vier Prozentpunkte mehr im Vergleich zur letzten Umfrage Anfang Juni. Die AfD kommt auf denselben Wert, legt aber nur einen Prozentpunkt zu.

infratest-spd-und-afd-in-brandenburg-gleichauf-gruene-stuerzen-ab Infratest: SPD und AfD in Brandenburg gleichauf - Grüne stürzen ab Politik & Wirtschaft Überregionale Schlagzeilen - 1 14 2014 2019 31 4 AfD aktuell April Arbeit Auftrag CDU Die Grünen Die Linke Donnerstag Ergebnisse Erhebung FDP Grüne Juni Landtagswahl Legislaturperiode Linke Menschen Mittwoch Montag Partei Regierung September Sonntagsfrage SPD Stadt Umfrage Urteil Vergleich | Presse AugsburgWahlplakate vor Landtagswahl in Brandenburg, über dts Nachrichtenagentur

Die CDU käme demnach auf 18 Prozent (+1 Prozent). Die Linke liegt bei 15 Prozent (+1 Prozent). Großer Verlierer in Brandenburg sind hingegen die Grünen, die fünf Prozentpunkte im Vergleich zur Juni-Umfrage nachlassen und nur noch auf zwölf Prozent kommen. Die BVB/Freie Wähler erreichen unverändert 4 Prozent, die FDP liegt weiter bei 5 Prozent. Für die Sonntagsfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1.002 Wahlberechtigte in Brandenburg befragt. Weitere Ergebnisse der Umfrage: Aktuell sind nur noch 44 Prozent der Brandenburger mit der Arbeit der Landesregierung aus SPD und Linken zufrieden bzw. sehr zufrieden (-16 Prozentpunkte im Vgl. zu September 2014), 54 Prozent sind aktuell weniger bzw. gar nicht zufrieden (+17). 30 Prozent der Befragten wollen, dass die SPD weiterhin die Regierung führt (-26 Punkte im Vgl. zu September 2014). 59 Prozent der Befragten wollen, dass eine andere Partei die Regierung führt (+22). Mit der politischen Arbeit des Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) sind aktuell 51 Prozent der Befragten zufrieden bzw. sehr zufrieden (-4 Prozentpunkte im Vgl. zu April 2019). Für Woidke ist dies der niedrigste Zufriedenheitswert der laufenden Legislaturperiode. Vor der Landtagswahl 2014 waren mit seiner Arbeit noch 70 Prozent der Befragten zufrieden bzw. sehr zufrieden.

Aktuell sind 36 Prozent der Befragten mit seiner politischen Arbeit weniger bzw. gar nicht zufrieden. Mit der Arbeit des CDU-Spitzenkandidaten Ingo Senftleben sind 23 Prozent der Befragten in Brandenburg zufrieden bzw. sehr zufrieden (-2 Punkte im Vgl. zu April 2019). 52 Prozent kennen ihn nicht oder können sich keine Meinung über ihn bilden. Mit der Arbeit von Kathrin Dannenberg (Linke) sind 17 Prozent zufrieden bzw. sehr zufrieden (+2).

67 Prozent kennen sie nicht oder können sich keine Meinung über sie bilden. Mit der Arbeit von Andreas Kalbitz (AfD) sind 15 Prozent zufrieden bzw. sehr zufrieden (+4). 60 Prozent kennen ihn nicht oder können sich keine Meinung über ihn bilden. Mit der Arbeit von Ursula Nonnemacher (Grüne) sind 13 Prozent zufrieden bzw. sehr zufrieden (-3).

68 Prozent kennen sie nicht oder können sich kein Urteil über sie bilden. Die Interessen der Ostdeutschen zu vertreten, trauen die Brandenburger am ehesten der Linken zu. 21 Prozent der Befragten sind der Meinung, sie kümmere sich am meisten darum. Die SPD kommt bei dieser Frage auf 14 Prozent, die AfD auf 13 Prozent. 5 Prozent der Befragten sind der Ansicht, die CDU kümmere sich am meisten um die Interessen der Ostdeutschen, 2 Prozent meinen, die Grünen täten das und 1 Prozent die FDP. Eine relative Mehrheit von 40 Prozent antwortete auf diese Frage indes mit „keine Partei“ oder „weiß nicht“. Vernachlässigt sehen die Brandenburger die Interessen der Menschen auf dem Land. Mehr als drei Viertel der Befragten (78 Prozent) sind der Meinung, auf sie werde zu wenig Rücksicht genommen. 17 Prozent sind der Ansicht, auf die Interessen der Menschen auf dem Land werde angemessen Rücksicht genommen. Dahingegen meint nur rund ein Drittel (31 Prozent), die Politik nehme zu wenig Rücksicht auf die Interessen der Menschen in der Stadt. 44 Prozent sind der Ansicht, die Interessen der Stadt-Bevölkerung würden angemessen berücksichtigt. 16 Prozent meinen, auf sie werde zu viel Rücksicht genommen.