„Insgesamt geht der Sieg aber in Ordnung“ | Die Stimmen zum FCA-Sieg über Hoffenheim

Auf den FC Augsburg warten nach der Länderspielpause die „Spiele der Wahrheit“. Zum Auftakt gegen direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt ging es heute gegen Hoffenheim. Der FCA konnte dieses Duell nach zwei Toren in der ersten Halbzeit mit 2:1 für sich entscheiden. Das hatten die Beteiligten danach zur Partie zu sagen.

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Andre Hahn kann sich im Zweikampf gegen Ishak Belfodil durchsetzen. Der FCA siegt am Ende.
Foto: Krieger
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Daniel Caligiuri: „Die erste Halbzeit war richtig gut von uns. Wir sind mit viel Selbstvertrauen auf den Platz gegangen und es freut mich, dass wir mal früh 2:0 in Führung gehen konnten. Wir wussten, dass uns Hoffenheim Räume bieten wird, diese haben wir sehr gut genutzt. Zum Schluss mussten wir leider noch zittern, weil wir das dritte Tor, das vor der Pause möglich war, nicht gemacht haben.“

Marco Richter: „Dieser Dreier ist sehr wichtig, nicht nur für die Tabelle, sondern auch für unser Selbstvertrauen. Wir freuen uns über die drei Punkte, die in meinen Augen auch verdient waren. Wir konnten so Hoffenheim überholen und den Abstand nach unten vergrößern. Daher sind wir zufrieden.“

André Hahn: „Es war ein enorm wichtiger Sieg, weil wir an Hoffenheim vorbeigezogen sind und endlich auch die negative Heimserie gegen Hoffenheim beendet haben. Der Trainer hatte in seiner Analyse darauf hingewiesen, dass Hoffenheim sehr hoch stehen wird und wir diese Räume nutzen wollen. Das haben wir bei den beiden Toren sehr gut gemacht. Bei mir persönlich läuft es derzeit einfach. Nach dem super Pass von Ruben habe ich mit Selbstvertrauen abgeschlossen und den Ball perfekt getroffen. Wir werden uns jetzt aber nicht ausruhen, sondern wollen auf Schalke direkt nachlegen.“

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Marco Richter (FC Augsburg #23) setzt sich durch gegen Mijat Gacinovic (TSG 1899 Hoffenheim),
Foto: Krieger
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Florian Grillitsch (Hoffenheim): „Das 0:1 fällt früh und dann laufen wir wieder dem Rückstand hinterher. Es ist unglücklich für uns, aber wir haben heute nicht die richtige Antwort gehabt, haben nicht gewusst, wie wir uns Chancen herausspielen können. Beim 0:2 hat die Restverteidigung einfach nicht gepasst, so bekommen wir wieder ein Gegentor. Danach hat sich Augsburg hinten reingestellt und die Räume wurden eng. Auch wenn wir in der zweiten Hälfte besser ins Spiel gekommen sind, reicht das nicht für unsere Ansprüche.“

Oliver Baumann (Hoffenheim): „Die ersten 25 Minuten haben wir verpennt. Natürlich war es nicht unser Plan, dass wir uns auskontern lassen. Es ist einfach ärgerlich, dass wir so oft in Rückstand geraten. Wir bekommen zu einfach Gegentore. Wir sind in einer Situation, wo wir auch auf andere Mannschaften und die anderen schauen müssen. Das nervt. Es ist nicht unser Anspruch, aber im Moment ist es so. Es ist erschreckend und macht mir ein bisschen Sorge.“

Chris Richards (Hoffenheim): „Wir sind natürlich enttäuscht über das Ergebnis. In der zweiten Hälfte haben wir nochmal alles versucht, aber es hat nicht gereicht. Wir haben in der ersten Hälfte nicht aufgepasst und sind durch zwei Konter in Rückstand geraten. Das darf uns nicht passieren. Wir hoffen darauf, dass wir im Saisonverlauf noch erfolgreich sein können und viele Punkte sammeln können.“

Robert Skov (Hoffenheim): „Wir waren gut vorbereitet auf die Augsburger Stärken, aber wir haben es auf den Platz nicht hinbekommen in der ersten Hälfte. Das muss besser funktionieren. Wir sind natürlich extrem enttäuscht über die drei Niederlagen nacheinander. Nun geht es darum, dass wir in der Woche hart trainieren und am nächsten Spieltag anders auftreten.“

zum Spielbericht: FC Augsburg startet mit Sieg über Hoffenheim in die „Spiele der Wahrheit“

Heiko Herrlich (Trainer Augsburg): „Ich habe eine sehr gute erste Hälfte von meiner Mannschaft gesehen. Wir sind gut ins Spiel gekommen, waren griffig in den Zweikämpfen und hatten gute Balleroberungen. So haben wir zwei sehr gute Tore erzielt. Wir haben das Spiel kontrolliert und hatten sogar die Möglichkeit, auf 3:0 zu erhöhen. In der Pause mussten wir zweimal wechseln. Ruben Vargas war platt, am Morgen hatte er noch über Magen-Darm-Probleme geklagt, Raphael Framberger hatte einen Zusammenprall gehabt. In der zweiten Hälfte hatten wir zu viele einfache Ballverluste, das werden wir aufarbeiten, aber auch die guten Szenen der ersten Hälfte hervorheben. Am Ende mussten wir noch zittern, insgesamt geht der Sieg aber in Ordnung.“

Sebastian Hoeneß (Trainer Hoffenheim): „Glückwunsch an Augsburg zum Sieg. Die Anfangsphase haben wir uns natürlich anders vorgestellt. Wir wussten, wenn wir hintenliegen, ist es schwer zurückzukommen. Umso bitterer waren die beiden Gegentore. Damit hatten wir zu kämpfen, wir sind zu ruhig geworden. Danach kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen, wir haben es ordentlich gespielt. Nach der Pause haben wir das Spiel in die gegnerische Hälfte verlagert, aber uns hat die Effizienz gefehlt.“

Quelle: fcaugsburg.de, tsg-hoffenheim.de