Inzidenz bei Ungeimpften in Bayern um ein Vielfaches höher als bei Geimpften

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) weist die in einer Medienberichterstattung aufgeworfenen Vorwürfe, Daten zur Inzidenz der Geimpften bzw. Ungeimpften nicht korrekt veröffentlicht zu haben, entschieden zurück.

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Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Der Präsident des LGL, Walter Jonas, versicherte am Sonntag: „Dieser Vorwurf ist absolut abwegig. In allen unseren Veröffentlichungen des LGL und auf unserer Homepage weisen wir sowohl auf unsere Berechnungsgrundlagen als auch auf Limitationen der Werte, mit denen wir arbeiten können, hin. Die Transparenz ist zu jeder Zeit gegeben, auch verschiedene Medien haben darüber schon Mitte Oktober berichtet.“

Jonas weiter: „Wir haben uns entschieden, die Fälle ohne Angaben zum Impfstatus zunächst zu den Ungeimpften zu zählen. Denn es hat sich herausgestellt, dass diese – nach später vorliegenden Daten – in der weit überwiegenden Anzahl der Fälle ungeimpft waren. Ein bloßes Weglassen der fehlenden Werte hätte zu völlig falschen Inzidenzverhältnissen geführt“, so Jonas. „Die Einschätzung der Inzidenzverhältnisse der geimpften zur ungeimpften Bevölkerung ist neben anderen Faktoren ein weiterer wichtiger Parameter, um die Infektionsdynamik in Bayern epidemiologisch bewerten zu können. Bayern hat bei allen Parametern eine andere Lage: Hohe Fallzahlen, überlastete Intensivstationen und eine niedrige Impfquote!“  
 
Mit einem Blick nach vorne stellte Jonas aber ganz klar: „Selbst nach einer Umstellung der Berechnung wird sich weder an der Tatsache etwas ändern, dass die Inzidenz bei den Ungeimpften um ein Vielfaches höher ist als bei den Geimpften. Noch wird sich an der Tatsache, dass Ungeimpfte einem deutlich höheren Risiko ausgesetzt sind, schwer an COVID-19 zu erkranken, irgendetwas ändern. Das gilt vor allem für ältere Menschen ab 60 Jahren.“

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Quelle LGL