Am Sonntag wurde im Landkreis Schweinfurt ein 26-jähriger Syrer festgenommen, der im Verdacht steht, Sympathien für die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) zu hegen (wir berichteten).
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann lobte die Ermittler: „Nach Informationen der Sicherheitsbehörden handelt es sich erneut um einen Sympathisanten des ‘Islamischen Staates’ und dessen Propaganda.“ Es gebe jedoch keine Hinweise auf konkrete Anschlagspläne. Der Mann wurde am Montag auf Anordnung der Generalstaatsanwaltschaft einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.
Kein Zusammenhang mit Augsburger Festnahme
Die Ermittler betonen, dass kein Zusammenhang zwischen diesem Fall und der Festnahme eines 37-jährigen irakischen Gefährders in Augsburg in der vergangenen Woche bestehe (wir berichteten). „In diesem Fall hatten die Sicherheitsbehörden den Syrer auf dem Schirm, weil sie über eine mögliche Kontaktaufnahme des Mannes mit dem IS informiert wurden“, erklärte Herrmann.
Terrorverdacht! 26-jähriger Syrer in Schweinfurt festgenommen
Keine akute Bedrohung, aber erhöhte Wachsamkeit
Der Innenminister betonte, dass für Bayern weiterhin keine konkreten Gefährdungshinweise vorliegen – auch nicht im Hinblick auf Veranstaltungen wie die Christkindlmärkte. Dennoch bleibe die allgemeine Gefährdungslage durch islamistischen Terrorismus hoch. „Dieser zweite Fall innerhalb weniger Tage unterstreicht aber, dass die abstrakte Gefährdungslage insbesondere durch den islamistischen Terrorismus hoch bleibt“, sagte Herrmann.
Sicherheitskräfte bleiben wachsam
Herrmann lobte die Arbeit der Sicherheitsbehörden und betonte die Notwendigkeit einer konsequenten Überwachung potenzieller Gefährder. „Unsere Sicherheitsbehörden bleiben deshalb weiterhin höchst wachsam“, betonte er.
Die jüngsten Festnahmen zeigen, dass die bayerischen Behörden in der Lage sind, rechtzeitig auf Bedrohungen zu reagieren und damit die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.


