Am Samstagabend, den 21. Dezember, nahmen Polizisten einen 45-jährigen Mann am S-Bahnhaltepunkt Karlsplatz (Stachus) fest, da er mit einer Schere zwei junge Männer bedrohte. Die Einsatzkräfte stellten den Mann mit gezogener Schusswaffe.
Gegen 21.45 Uhr bemerkte eine Streife der Polizei einen heftigen Streit zwischen dem 45-jährigen Italiener und zwei Bulgaren im Alter von 21 und 22 Jahren im Zwischenbereich des S-Bahnhaltepunktes Karlsplatz. Während der Auseinandersetzung zog der Mann, der in München lebt, einen gegenständlichen Gegenstand aus seiner Jackentasche. Die Polizisten erkannten die potenzielle Gefahr, griffen zur Waffe und forderten den Mann auf, den Gegenstand loszulassen und sich auf den Boden zu legen. Der Mann folgte der Aufforderung. Die Polizeibeamten legten ihm daraufhin Handschellen an und nahmen ihn fest. Erst später stellte sich heraus, dass es sich bei dem Gegenstand um eine Haushaltsschere handelte.
Die zuständige Staatsanwaltschaft entschied, dass der vorbestrafte Mann nach einer Blutentnahme am selben Tag dem Haftrichter vorgeführt werden soll.
Die Bundespolizeiinspektion München ist verantwortlich für die Gefahrenabwehr und Strafverfolgung auf den Anlagen der Deutschen Bahn und in Deutschlands größtem S-Bahn-Netz mit über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Der Zuständigkeitsbereich umfasst unter anderem die Stadt München und deren umliegende Landkreise wie Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg.
Die Wache und der Dienstsitz für die nichtoperativen Bereiche mit Ermittlungsdienst befinden sich in der Nähe des Hauptbahnhofs. Weitere Dienste gibt es am Ostbahnhof, in Pasing und Freising. Die Polizei ist jederzeit telefonisch erreichbar. Weitere Informationen sind auf der Webseite der Bundespolizei erhältlich.

