Jaaaaaaa! | Augsburger Panther ziehen nach Sieg in Liberec ins CHL-Achtelfinale ein

Ein Punkt fehlte dem AEV vor dem heutigen CHL-Auswärtsspiel in Liberec für den Einzug in das Achtelfinale. Mit einem 3:2-Sieg gelang dies. Es ist der größte Erfolg in der Geschichte des Augsburger Eishockeys.

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Matt Fraser erzielte das goldene Tor. | Foto: Siegfried Kerpf

Vor der heutigen Partie fehlte den Augsburger Panthern noch ein Punkt um in das CHL-Achtelfinale einzuziehen. An Unterstützung sollte es dem AEV bei dieser Mission im böhmischen Liberec nicht fehlen, etwa 1.000 Schlachtenbummler hatten sich auf den Weg gemacht. Die Mannschaft belohnte dies schon früh. Nach etwas mehr als zwei Minuten schoss McNeill das erste Mal auf das Tor, und die Scheibe zappelte im Netz. Die Gastgeber durften diese Partie aber in keinem Fall verlieren, wenn sie selbst eine Runde weiterkommen wollten. Die Antwort fiel entsprechend aus. Keine fünf Minuten benötigten die „Weißen Tiger“, bis ihr Topscorer Hudacek das klare Plus an Spielanteilen zum Ausgleich nützen konnte. Lange Zeit konnte Augsburg das Remis halten, gingen dann aber doch noch mit einem 2:1-Rückstand in die Kabine. Zwei Sekunden vor der Pause hatte erneut Hudacek getroffen, AEV-Keeper Roy hatte dabei keine gute Figur abgegeben. Ärgerlich, zumal die Panther zuvor in vier Minuten Überzahl die Chance gehabt hätten selbst in Führung zu gehen, doch nur ein Torschuss in 240 Sekunden war dafür einfach zu wenig.

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Steffen Tölzer machte sich zwischenzeitlich Gedanken | Foto:Siegfried Kerpf

Bärenstarke Hausherren tonangebend

Unmittelbar nach dem ersten Seitenwechsel bot sich den Augsburgern diese Chance ein weiteres Mal. Erneut wurde ein mit Bulir ein Spieler der Gastgeber mit einer doppelten Unterzahl vom Eis gestellt. Doch auch diese Situation verstrich, ohne zählbaren Erfolg. Im Gegenteil, als Payerl in dieser Phase ebenfalls vom Eis musste, waren umgehend die bärenstarken Hausherren das tonangebende Team. Roy musste sein Team in dieser Phase ein um das andere Mal in höchster Not retten. Der AEV war bemüht, doch in beiden entscheidenden Zonen zu zögerlich. Als sich das dritte Mal die Chance auf ein vierminütiges Powerplay bot, wurde dies wieder offensichtlich. Die ganz klaren Chancen fehlten auch nun wieder. Sollte man heute aus dem Europapokal-Traum erwachen? Noch jedenfalls war es nicht soweit. Als Sezemsky fünf Minuten vor der zweiten Pause die Scheibe zum Ausgleich ins Tor schlenzte, lebten die Hoffnungen wieder vollends auf. Auf einmal kamen zum Unmut der heimischen Fans zu weiteren guten Chancen.

„Mr.Champions-League“ sorgt für die Entscheidung

Der Treffer sollte wie ein starker Espresso auf die Mannschaft von Tray Tuomie wirken. Liberec war weiter gefährlicher, doch die Schwaben konnten das Spiel nach dem letzten Seitenwechsel deutlich ausgeglichener gestalten. Es war nicht mehr die ganz große Dominanz der Tiger. Die Spannung stieg in der mit 5.733 Zuschauern gut besetzten Arena minütlich. Der nächste Treffer würde hier wohl die Entscheidung für eines der beiden Teams bringen. Als Heimtrainer August seinen Torhüter sorgte „Mr.Champions-League“ Matt Fraser für die Entscheidung. Der AEV lebt weiter seinen Traum und freut sich auf die K.O.-Runde im November.

„Wir sind unglaublich stolz auf uns“ | Die Stimmung zum Achtelfinal-Aufstieg der Augsburger Panther

AEV: Roy, Keller– Lamb, Haase, Payerl, Tölzer, Callahan, Holzmann, LeBlanc, McNeill, Stieler, Valentine, Trevelyan, Schmölz, Fraser, Rogl, Gill, Mayenschein, Ullmann, Lambacher, Hafenrichter, Sezemsky
Tore: 1:0 McNeill (LeBlanc) 3., 1:1 Hudacek (Birner/Bulir) 7. 2:1 Hudacek (Bulir) 20., 2:2 Sezemsky 35., 2:3 Fraser 59.

Schiedsrichter: Yefremov,  Kika | Haynek, Spür Strafzeiten: Liberec 14  – Augsburg 10

Zuschauer: 5.733