Bischof Dr. Konrad Zdarsa hat gestern bei der Jahresschlussandacht im Augsburger Dom daran erinnert, dass uns Christus, der gute Hirte, in jeder Situation unseres Lebens einen Sinn garantiert. „Wenn wir ihn hören, wenn wir ihm begegnen und nachfolgen, dann begegnen wir dem Sinn“, sagte der Bischof zu den Gläubigen. Gemeinsam mit den Weihbischöfen, den Domkapitularen und den Gläubigen dankte er für das vergangene Jahr. Der Domchor und das Domorchester unter der Leitung von Domkapellmeister Reinhard Kammler stimmten mit dem „Te Deum“ von Anton Bruckner ein klangvolles Gotteslob zum Jahresende an.IMG_4221 Jahresschlussandacht des Augsburger Bischofs Konrad: „Wenn Jesus von sich als dem guten Hirten spricht…“ Augsburg Stadt Kunst & Kultur News Augsburger Dom Bischof Dr. Konrad Zdarsa Jahresschlussandacht | Presse Augsburg

In seiner Predigt griff Bischof Konrad mehrmals das Bild vom guten Hirten aus dem Johannesevangelium auf und betonte, was es bedeute, „wenn Jesus von sich als dem guten, dem wahren Hirten spricht.“ So spreche Jesus ja gerade deshalb so von sich, weil es ihm um die Schafe geht, „um jedes einzelne Schaf, ja sogar um das Verlorene“, sagte der Bischof. Und was wären denn die einzelnen Schafe bei noch so emsigem Suchen und Futtern, um zu überleben, wenn sie keinen Hirten hätten, fragte er weiter. „Wenn Jesus von sich als dem guten, dem wahren Hirten spricht, dann garantiert er für den Sinn.“ Schließlich spreche er nicht nur von Recht und Ordnung um des bloßen Überlebens willen, „sondern vom Weg, von Wahrheit und Leben und einziger Orientierung, die er gibt“. Was immer zusammen mit Jesus angegangen werde, gewinne an Sinn und könne mit Sinn erfüllt werden. „Alle Bedrängnisse sind eigentlich letztlich eine Aufforderung und ein Angebot von Gott, den Sinn unseres Lebens zu erkennen, unser Leben zu ändern und uns neu zu orientieren“, verdeutlichte der Bischof.