In einer festlichen Sondersitzung des Memminger Stadtrats wurde Jan Rothenbacher (SPD) in sein Amt als Oberbürgermeister der Stadt Memmingen eingeführt. „Mit großem Respekt, aber auch mit Freude trete ich dieses Amt in unserer traditions- und geschichtsreichen Stadt Memmingen an“, erklärte Oberbürgermeister Jan Rothenbacher in seiner Antrittsrede im Rathaus. Den feierlichen Amtseid nahm ihm Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger ab. Bürgermeisterin Margareta Böckh legte dem 30-jährigen Oberbürgermeister die Amtskette um.

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Oberbürgermeister Jan Rothenbacher trägt sich ins Goldene Buch der Stadt ein. Hinter ihm (v.l.): Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger, Altoberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger, Ariana Rothenbacher und Bürgermeisterin Margareta Böckh. (Foto: Viola Weyrauch/ Pressestelle Stadt Memmingen)

 

Oberbürgermeister Jan Rothenbacher dankte seiner Frau Ariana und seinen Eltern für die starke familiäre Unterstützung. Besonderen Dank sprach er auch seinem Freund und Förderer, Bundestagsabgeordneten Martin Gerster aus, der sein Interesse für die Politik geweckt und ihn bereits vor zehn Jahren in die politische Arbeit eingebunden habe, wie OB Rothenbacher erklärte. Und er dankte den Wählerinnen und Wählern. „Über 55 Prozent der abgegebenen Stimmen sind ein starker Vertrauensbeweis, über den ich mich persönlich sehr gefreut habe. Er ist aber auch eine klare Verpflichtung und ein deutlicher Auftrag für die kommenden sechs Jahre, mein Bestes für die Stadt Memmingen zu geben“, betonte er. „Lassen Sie uns die Aufgaben gemeinsam angehen.“

Aufgaben, die sehr zahlreich und vielfältig sind, wie Horst Holas, Fraktionsvorsitzender der CSU/FDP in seiner Ansprache, die er stellvertretend für den gesamten Stadtrat hielt, deutlich machte. Er benannte beispielhaft als dringende Herausforderungen für die Kommunalpolitik: Die Energieversorgung, ihre Kosten und ein künftig verändertes Angebot der Stadtwerke, der anhaltende Arbeitskräftebedarf, der Bedarf an Wohnraum sowie Bildungs- und Betreuungsangeboten, ein Ausbau der Willkommenskultur und die Integration von Menschen mit internationalem Kontext in die Arbeitswelt. „Unser gemeinsames Interesse ist die positive Entwicklung unserer Stadt fortzusetzen“, betonte Holas. Stellvertretend für den gesamten Stadtrat sagte er Oberbürgermeister Rothenbacher eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu, um die besten Lösungen für Memmingen zu entscheiden. Und er wünschte ihm alles Gute für die Arbeit als Oberbürgermeister. „Herzlich willkommen in Memmingen als Oberbürgermeister und als Jan Rothenbacher“, betonte Horst Holas.

Der monatelange Wahlkampf sei nun vorbei, erklärte Bürgermeisterin Margareta Böckh. „Ab heute sind Sie Oberbürgermeister für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt“, bekräftigte sie. Dabei gelte es die vielen verschiedenen Interessen auszugleichen. „Die Stadt Memmingen ist für viele Bürgerinnen und Bürger Heimat. Hier leben und arbeiten sie. Wir im Memminger Rathaus sind auch dafür verantwortlich, dass sich hier gut leben und arbeiten lässt. In diesem Sinne werden wir alle gemeinsam – das Bürgermeisteramt, die Stadtverwaltung, der Stadtrat an der Seite des neuen Oberbürgermeisters Verantwortung für unsere Stadt engagiert und zukunftsorientiert wahrnehmen“, betonte Bürgermeisterin Böckh und wünschte Oberbürgermeister Jan Rothenbacher für sein neues Amt viel Kraft und das notwendige Quäntchen Glück.

Oberbürgermeister Jan Rothenbacher trug sich gemeinsam mit seiner Frau Ariana ins Goldene Buch der Stadt ein. Auch die Bürgerschaft war zur Amtseinführung eingeladen. Viele Memmingerinnen und Memminger nahmen die Chance wahr und die Rathaushalle war bis zum letzten Platz gefüllt.

Musikalische Glanzpunkte setzte ein Duo der städtischen Sing- und Musikschule mit Annette Weber am Akkordeon und Konstanze Kraus an der Harfe.

Vor der Stadtratssitzung fand anlässlich der Amtseinführung eine ökumenische Andacht in der Martinskirche statt, geleitet von Dekan Christoph Schieder und Pater Joshy Palakunnel, Leiter der katholischen Pfarreiengemeinschaft Memmingen. „Suchet der Stadt Bestes“ zitierte Dekan Schieder dabei den Propheten Jeremia. Vieles werde von Gesetzen, Verordnungen und Satzungen geregelt. „Doch wie wir in unserer Stadt zusammenleben wird geprägt von den Werten, die uns wichtig sind, und wird bestimmt vom Geist, der im Rathaus und in den Straßen weht“, betonte der Dekan. Memmingen habe sich im Motto der Stadt der Freiheitsrechte „Jede:r darf sein“ auf die Fahne geschrieben. „Da weht der Geist der Freiheit, der andere achtet und respektiert“, gab Dekan Schieder den Gästen der Andacht mit zur Amtseinführung im Rathaus.