Bei der Oberhauswahl in Japan hat die regierende Mitte-Rechts-Koalition ihre Mehrheit in der zweiten Parlamentskammer offenbar verteidigt. Das zeigen Prognosen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkgesellschaft NHK und der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo auf Basis von Nachwahlbefragungen.

Die Liberaldemokratische Partei (LDP) von Ministerpräsident Fumio Kishida dürfte demnach klar stärkste Kraft bleiben – und sogar noch Sitze hinzugewinnen. Der kleinere Koalitionspartner Komeito dürfte die Anzahl seiner bisherigen Mandate ungefähr halten. Laut der NHK-Projektion kommt die Regierungskoalition nach der Wahl auf 139 bis 153 Sitze. Bisher verfügte sie über 138 Mandate.

Gewählt wurden am Sonntag 125 der 248 Mitglieder des Oberhauses in einem Grabenwahlsystem. Überschattet wurde die Wahl von dem tödlichen Attentat auf den früheren Premierminister Shinzō Abe.

Foto: Fahne von Japan, über dts Nachrichtenagentur

Japans Regierungskoalition Verteidigt Oberhaus Mehrheit