Jenas Bürgermeister rät Ländern zu Vorlaufzeit bei Maskenpflicht

Jenas Bürgermeister Christian Gerlitz (SPD) hat den Bundesländern zu einigen Tagen Vorlaufzeit bei der Einführung der Maskenpflicht geraten. „Wenn Bürger die Sorge haben, am nächsten Tag nicht einkaufen gehen zu dürfen, weil sie nicht rechtzeitig eine Maske besorgen können, trägt das zur Frustration und nicht zur Akzeptanz bei“, sagte Gerlitz der „Welt“ (Donnerstagsausgabe). Die Thüringer Großstadt hatte Anfang April als erste in Deutschland eine Maskenpflicht im Einzelhandel und öffentlichen Personennahverkehr eingeführt.

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Seit dem 10. April hat Jena keine neuen Corona-Infektionen mehr gemeldet. Jenas Bürgermeister ist der Ansicht, dass ein ganzes Maßnahmen-Bündel zu diesem Erfolg beigetragen habe. Ziel von Jena sei von Anfang an gewesen, „konsequenter und schneller“ zu handeln als das Robert-Koch-Institut (RKI), so Gerlitz.

So sei nicht nur am 6. April die Maskenpflicht eingeführt, sondern auch andere Empfehlungen des RKI strikter umgesetzt worden. „Rückkehrer aus Risikogebieten mussten bei uns zwingend in häusliche Quarantäne – vom RKI war das nur eine dringende Empfehlung“, sagte Jenas Bürgermeister der „Welt“. Bei den Maßnahmen zur Lockerung der Corona-Maßnahmen verfolgt Jena einen strikten Ansatz: Bevor über Biergärten oder Freibäder diskutiert werden könne, müssten flächendeckend Schulen und Kindertagesstätten wieder offen haben, so Gerlitz.