Jetzt soll es schnell gehen – Bereits in zwei Jahren könnte die Straßenbahn nach Königsbrunn rollen

Bereits seit 2015 ist die Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 von Augsburg-Haunstetten nach Königsbrunn eine beschlossene Sache. Da nun auch die Baugenehmigung vorliegt, soll es jetzt schnell gehen. Bereits in zwei Jahren könnte die erste Bahn in die Brunnenstadt rollen.

Ziehen an einem Strang für die Straßenbahn nach Königsbrunn (v.li.): Augsburgs Bürgermeisterin Eva Weber, Landrat Martin Sailer, Abteilungsdirektorin der Regierung von Schwaben Sabine Beck, (vorn) Königsbrunns 3. Bürgermeisterin Ursula Jung und die beiden Stadtwerke-Geschäftsführer Alfred Müllner und Dr. Walter Casazza. | Foto: swa / Thomas Hosemann

Bei einem Termin am Montag übergaben Vertreter der Regierung von Schwaben an der Endhaltestelle Haunstetten-West ein lang ersehntes Dokument an die Stadtwerke Augsburg, sowie die sowie die Projektpartner Bürgermeisterin Eva Weber (Stadt Augsburg), Dritte Bürgermeisterin Ursula Jung (Stadt Königsbrunn) und Landrat Martin Sailer (Landkreis Augsburg). Die Baugenehmigung für die Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 von Haunstetten nach Königsbrunn wurde erteilt.

Augsburg und Königsbrunn rücken nun enger zusammen. Die Straßenbahnlinie 3 wird über die Augsburger Stadtgrenze hinaus um 4,6 Kilometer bis ins Zentrum der Nachbarstadt verlängert werden. 1,9 Kilometer davon befinden sich auf Augsburger Stadtgebiet, 2,7 Kilometer auf Königsbrunner Flur. Die Fahrzeit für diese Strecke mit seinen sechs geplanten neuen Straßenbahnhaltestellen beträgt laut derzeitiger Planung rund zehn Minuten.

Größte Stadt im Landkreis wird an die Schiene angebunden

Die Trasse für die Verlängerung ist seit Jahrzehnten vorgesehen, bereits seit mehr als 40 Jahren gibt es immer wieder Bestrebungen die Straßenbahn in die Brunnenstadt fahren zu lassen. Die ersten Vorarbeiten dafür wurden schon längst geleistet. Die Gleise an der Endhaltestelle Haunstetten West liegen bereit, die Trasse auf Königsbrunner Flur wurde freigehalten und der neue zentrale Omnibusbahnhof in Königsbrunn ist dafür vorbereitet.

Nach langem Genehmigungsverfahren startet der Bau nun

Die Stadtwerke-Geschäftsführer Alfred Müllner (v. re.) und Dr. Walter Casazza haben als Bauherren den Planfeststellungsbeschluss für die Linie 3 von Abteilungsdirektorin Sabine Beck von der Regierung von Schwaben entgegengenommen, zusammen mit den Partnern Landrat Martin Sailer, Königsbrunns 3. Bürgermeisterin Ursula Jung und Augsburgs Bürgermeisterin Eva Weber. | Foto: swa / Thomas Hosemann

Bereits 2015 hatten sich die Spitzenvertreter von Stadt Augsburg, Landkreis Augsburg, Stadt Königsbrunn und Stadtwerken Augsburg ich auf die Rahmenbedingungen für Planung, Bau, Betrieb und Finanzierung der Verlängerung der Linie 3 verständigt, dass der Bau nun erst starten kann liegt am sogenannten Planfeststellungsbeschluss. Die Regierung von Schwaben hatte das Bauvorhaben zu prüfen, unter anderem weil 90 Beschwerden (zumeist wegen befürchtetem Lärm durch die Tram) vorlagen dauerte diese an. Jetzt nun aber liegt die Genehmigung vor und der Bau soll noch in diesem Herbst beginnen, 2021 soll nach Plänen der Stadtwerke Augsburg dann die erste Straßenbahn nach Königsbrunn rollen.

Baukosten sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen

Die Baukosten für die Trassenverlängerung wurden 2015 auf rund 34 Mio. Euro geschätzt, nun geht man nach Jahren der deutlichen Preisanstiege eher von rund 52 Mio. Euro aus. Auch Kosten für mögliche Zukäufe von Grundstücken waren in den ersten Schätzungen noch nicht inbegriffen. Möglicherweise werden die zu tragenden Kosten für die Projektpartner noch etwas sinken, da wohl Förderungen durch den Freistaat Bayern möglich sind.

Sowohl an der Endhaltestelle in Haunstetten West als auch beim neuen zentralen Omnibusbahnhof in Königsbrunn ist alles für die Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 vorbereitet. | Foto: Wolfgang Czech

Nach Fertigstellung sollen im 15-Minuten-Takt täglich bis zu 10.000 Menschen pro Tag befördert werden. Die jährlichen Kosten für den laufenden Betrieb liegen bei knapp 2,5 Millionen Euro. Der Landkreis Augsburg und die Stadt Königsbrunn beteiligen sich mit einem jährlichen Zuschuss von 950.000 Euro an dem Betrieb. Die Fahrgeldeinnahmen verbleiben bei den swa.