Vor dem Hintergrund eines geplanten Trägerwechsels wurde in der Verwaltungsratssitzung des Klinikum Augsburg am vergangenen Freitag der einstimmige Beschluss zur Fertigstellung des neuen Intensivzentrums bis Ende 2018 gefasst. Der sogenannte Anbau West wird unter anderem die künftige Intensivstation sowie die Intermediate Care aufnehmen. klinikum_neubau

Durch den Beschluss des Verwaltungsrates, die Bauabschnitte 4A und 4B zeitgleich abzuwickeln, kann die Baumaßnahme bereits im Dezember 2018 fertiggestellt werden. Das heißt, dass die Ausweichflächen und der Erweiterungsbau parallel errichtet werden. Bislang war geplant, die Baumaßnahmen nacheinander abzuwickeln und 2020/2021 fertigzustellen. Durch die vorgezogene Herstellung von Ausweichflächen nun auch für die Intensivstationen Anfang 2017 können die knappen Intensivkapazitäten bereits bis Ende 2018 deutlich erhöht werden. So stehen künftig 136 Intensiv- und IMC-Betten statt wie bisher 100 Intensiv- und IMC-Betten zur Verfügung. Zudem wird es künftig 30 Prozent Einzelzimmer in dem Ausweichgebäude geben. Die medizinisch notwendige Anbindung dieser Interimsflächen an den Operationstrakt soll durch eine Brückenkonstruktion sichergestellt werden. „Mit dem verkürzten Bauzeitenplan werden bis 2018 36 Prozent mehr Intensivkapazitäten zur Verfügung stehen“, erklärt Alexander Schmidtke, Vorstandsvorsitzender und Vorstand Finanzen und Strategie.

Die Errichtung der Ausweichflächen wäre spätestens mit der Sanierung der vier Bettentürme des Bestandsgebäudes nötig gewesen. So können sie bereits jetzt für den Umzug der Intensivstation genutzt werden. Mit der parallelen Abwicklung der Arbeiten kann die Baumaßnahme nicht nur straffer organisiert werden. Die Generalsanierung, die mit der Sanierung der vier Bettentürme abgeschlossen sein soll, gewinnt insgesamt an Dynamik. Das bedeutet auch, dass sowohl Patienten als auch Mitarbeiter weniger Lärmbelästigung zu ertragen haben. „Bis dato war die Generalsanierung zwar objektiv bis 2025 geplant, aber gefühlsmäßig eine never endig story“, sagt Alexander Schmidtke.