Angesichts der misslungenen Reaktion der CDU auf die Kritik des YouTubers Rezo setzt die Junge Union (JU) jetzt Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer unter Druck. „Es muss nun eine übergeordnete Kommunikationsstrategie entwickelt werden, ein offenes Eingeständnis für Fehler geben und ein kompletter Neustart für die Kommunikation der CDU Deutschlands gelingen“, heißt es in einem aktuellen Beschluss des Deutschlandrats der JU, über den die „Welt am Sonntag“ berichtet. In einem Zehn-Punkte-Plan verlangt die Jugendorganisation unter anderem eine „Bündelung aller Kommunikationskanäle“ auf Bundesebene, die umfassende Ausbildung eigener „Digital-Manager“, einen „täglichen Social-Media-Report“ und daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen für Funktionsträger sowie den Einsatz „authentischer CDU-Identifikationsfiguren in der digitalen Welt“. Junge Union, über dts Nachrichtenagentur

Die Partei brauche „junge netzaffine Gesichter“, die „nicht erst den Weg vor die Kamera für eigene Social-Media-Formate finden, wenn ein Shitstorm im Gange ist“, heißt es in dem Papier. Konkret soll es künftig Moderatoren geben, die „insbesondere der jungen Generation auf Instagram und YouTube christdemokratische Politik näherbringen“. Sie müssten den Usern ein Blick hinter die Kulissen des Berliner Politikbetriebs ermöglichen „und authentisches Bindeglied zwischen Generation Y bzw. Z und unseren Spitzenpolitikern“ sein, so die JU. Vorgeschlagen werden auch „Politik-Tutorials aus erster Hand“, in denen die Politik „leicht, verständlich und auch unterhaltsam dem User erklärt wird“.