Jugendliche verursachen Vorfälle in S-Bahn
Am Abend des 23. März wurden drei Jugendliche im Führerstand einer S-Bahn bemerkt, die von Ebersberg nach Trudering unterwegs war. Ermittlungen der Bundespolizei ergaben, dass mindestens einer der Jugendlichen „S-Bahn-Surfen“ betrieb, indem er außen an der fahrenden Bahn mitfuhr. Während der Fahrt kam es zudem zur unerlaubten Verwendung von Symbolen verfassungswidriger Organisationen und zu rassistischen Beleidigungen.
Verwendung von verfassungswidrigen Symbolen und rassistische Beleidigungen
Im weiteren Verlauf der Untersuchung wurde festgestellt, dass die Jugendlichen im Alter von 13 und zwei Mal 15 Jahren, alle aus Deutschland, im Führerstand Türbeschädigungs-Aufkleber zu Hakenkreuzen umfunktionierten und anbrachten. Zudem zeigte eine Analyse eines Mobiltelefons eine Aufnahme, in der ein 15-Jähriger aus der Bahn heraus am Bahnhof Starnberg eine rassistische Beleidigung gegenüber einem dunkelhäutigen Reisenden abgab.
Ermittlungen und Vorfälle der vergangenen Wochen
Die Bundespolizei ermittelt nun wegen der Verwendung von Zeichen verfassungsfeindlicher Organisationen und Volksverhetzung sowie für unerlaubtes Betreten des Führerstandes und Hausfriedensbruch. Bereits eine Woche zuvor, am 16. März, war ein ähnlicher Vorfall gemeldet worden. Ein Jugendlicher wurde bemerkt, als er sich während einer Fahrt im Landkreis Fürstenfeldbruck aus dem Fenster eines S-Bahn-Führerstandes lehnte. Dabei verwendete er eine GoPro-Kamera, um sein riskantes Verhalten aufzuzeichnen. Auch er wird mit Graffiti-Straftaten in Verbindung gebracht.
Die Bundespolizei hebt die Lebensgefahr solcher Aktionen hervor, da es bereits zu schweren Unfällen gekommen ist. In der Vergangenheit haben solche Vorfälle zu schweren Verletzungen geführt, teilweise sogar mit tödlichen Ausgang.


