Am Samstagabend kam es im Münchner Hauptbahnhof zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Jugendlichen. Im Zwischengeschoss gerieten eine 16-jährige Rumänin und eine 14-jährige Nigerianerin in Streit. Der Grund für das Aufeinandertreffen ist bisher unklar, und Annahmen über ein Raubdelikt konnten nicht bestätigt werden. Videomaterial zeigt, dass die ältere Jugendliche die Jüngere zunächst mit einer Glasflasche angriff, worauf es zu gegenseitigen Tritten und Schlägen kam. Die Situation eskalierte weiter, als die Glasflasche zerbrach. Die Rumänin hob eine Scherbe auf und drohte ihrer Kontrahentin damit, woraufhin diese flüchtete.
Die alarmierte Bundespolizei fand die 16-Jährige noch im Zwischengeschoss auf, während die Landespolizei die 14-Jährige unweit des Hauptbahnhofes entdeckte. Die Ältere, die in Allach lebt, hatte eine blutende Handverletzung und benötigte medizinische Betreuung, während die Jüngere aus Fürstenfeldbruck unverletzt blieb. Beide Jugendlichen sind bereits mehrfach polizeilich bekannt. Die Bundespolizei nahm Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung auf. Beide Beteiligten wurden in die Obhut ihrer Erziehungsberechtigten übergeben.

