Julia Stoschek zieht Kunstsammlung aus Berlin ab

Die Hauptstadt verliert eine ihrer wichtigsten Ausstellungshäuser für zeitgenössische Kunst. Die Düsseldorferin Julia Stoschek hatte erst 2016 das ehemalige Tschechische Kulturzentrum an der Leipziger Straße renoviert und eröffnet. „Gekommen, um zu bleiben“, lautete ihr Motto damals.

Nun macht sie in der „Welt am Sonntag“ öffentlich, dass sie den Mietvertrag nicht verlängern wird. Grund dafür sei die fehlende Unterstützung von Bund und Stadt für ihr Engagement. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben verlange eine unverhältnismäßige Mieterhöhung, da ihr Gebäude von außen saniert werde.

Dass die Sammlerin in den Umbau und Betrieb des maroden Plattenbaus Millionen gesteckt und der Stadt sogar ein Kaufangebot gemacht hat, interessiert die Behörde angeblich nicht. Sie habe mit allen Verantwortlichen gesprochen, sagte Stoschek der Zeitung – vergebens.