Junge Liberale und Linksjugend kritisieren MPK-Beschlüsse

Junge Liberale und Linksjugend, die Jugendorganisationen von FDP und Linkspartei, kritisieren die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Politik. „Eine Testpflicht für den Zugang zu Innenräumen ab einer Inzidenz von über 35 zwingend vorzuschreiben ist unverhältnismäßig“, sagte der Vize-Chef der Jungen Liberalen Nemir Ali dem Nachrichtenportal Watson. „Impfungen sind der beste Schutz vor dem Coronavirus und der Weg zurück in die Normalität. Die MPK hätte ihren Fokus daher besser auf konkrete Strategien zur Beschleunigung der Impfkampagne legen sollen statt auf neue Grundrechtseinschränkungen.“

Junge Liberale Und Linksjugend Kritisieren Mpk BeschluesseMenschen mit Maske, über dts Nachrichtenagentur

Ali fordert darüber hinaus, die Impfangebote sollten „so einfach und niedrigschwellig wie möglich gemacht werden“. Ali weiter: „Es braucht jetzt kreative Lösungen statt starren Bürokratismus und Freiheitseingriffe. Mehr mobile Impfteams können dazu einen Beitrag leisten, denn nicht nur im Impfzentrum und beim Hausarzt, sondern auch beispielsweise in Fitnessstudios, Kneipen, Shisha-Bars und Clubs können Aufklärungsgespräche und Impfungen erfolgen.“

Jan Schiffer, einer von acht Bundessprechern der Linksjugend, kritisiert die von der MPK beschlossene Abschaffung kostenloser Schnelltests und auch die entfallenden Quarantäne-Regelungen für Immunisierte. Diese Entscheidungen seien „grundlegend falsch“. Schiffer bemängelte zudem, dass es für die Schulen an Aussichten für die kommenden Monate fehle.

„Was ist mit der flächendeckenden Anschaffung von Luftfiltern in allen Klassenzimmern, damit nach den Sommerferien ein gesicherter Schulbetrieb starten kann“, kritisierte er.