Am frühen Dienstagmorgen führte ein Vorfall im ICE 501 zu einem ungeplanten Halt am Ingolstädter Hauptbahnhof. Ein 22-jähriger Mann nutzte den Zug ohne Fahrschein und löste während der Kontrolle die Notbremse aus.
Notbremse bei hoher Geschwindigkeit betätigt
Der junge Fahrgast bestieg den ICE um 3:46 Uhr am Berliner Hauptbahnhof mit Ziel München. Ohne Ticket weigerte er sich während der Kontrolle, seine Personalien anzugeben. Nachdem ihn die Zugbegleiterin informierte, dass die Polizei zum nächsten Halt gerufen werde, reagierte er mit dem Auslösen der Notbremse. Der Zug, der sich mit 280 km/h fortbewegte, kam somit plötzlich vor dem Euerwangtunnel zum Stehen.
Soldat greift ein und Polizei übernimmt
Ein 50-jähriger Bundeswehrsoldat im Zug konnte den jungen Mann bis zum Eintreffen einer Polizeistreife in Ingolstadt festhalten. Dort wurde der Mann von der Landespolizei übernommen, während die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren einleitete. Der Mann wird wegen Missbrauchs von Notrufeinrichtungen, gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, Sachbeschädigung und Erschleichens von Leistungen angezeigt. Alle 320 Reisenden blieben durch die abrupte Bremsung unverletzt.


