Kampf um die Playoffs | Ulmer Basketballer empfangen Würzburg

ratiopharm ulm empfängt mit den Würzburg Baskets einen direkten Konkurrenten um die Playoff-Plätze. Tip-off am Samstag in der ratiopharm arena ist um 18 Uhr.

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Foto: PM BBU



Insgesamt drei Südamerikaner spielen aktuell in der easyCredit BBL: neben den beiden Ulmer Brasilianern Yago Dos Santos und Bruno Caboclo auch der Chilene Nicolas Carvacho für Würzburg. Mit Caboclo und Carvacho ist es auch das Duell der nachverpflichteten Big-Men. Während der Würzburger nach zehn BBL-Partien auf 6,0 Punkte und 5,4 Rebounds pro Partie kommt, macht der Ulmer Center am Samstag sein erstes Spiel in der BBL. Als kleinen Vorgeschmack lieferte Caboclo im 7DAYS EuroCup gegen Venedig 18 Punkte und 8 Rebounds. Knapp 36 Stunden später steht für die Spieler von ratiopharm ulm der nächste direkte Konkurrent auf der Matte. Nach Hamburg ist auch Würzburg ein weiteres BBL-Team, das in diesem Jahr um die Play-off Plätze mitspielt. Die Unterfranken sind nach zwei Niederlagen mit dem 99:83-Erfolg bei medi bayreuth wieder zurück in der Erfolgsspur. 

Scorer-Trio mischt die Liga auf

Wenngleich Würzburg in dieser Saison nicht unbedingt zu den „Dreier-Teams“ der Liga zählt – mit etwas mehr als 6,9 auch die wenigsten Versuche pro Spiel nimmt, war es beim Sieg über Bayreuth insbesondere der Distanzwurf, der den Unterschied ausmachte (58,8%). Auch in diesem Spiel stach das Guard-Trio der Würzburger besonders hervor. Stanley Whittaker (17,3 Pkt) und Cameron Hunt (17,1) rangieren beide unter den zehn besten Scorern der gesamten Liga, Shooting Guard C.J. Brice komplettiert die Punktemaschinerie der Würzburger (15,9 Pkt). Die Unterfranken nehmen und treffen die meisten Würfe aus dem Zwei-Punkte-Bereich (24,5/44,4). Neben Tabellenführer Bonn und Meister Alba Berlin trifft die Mannschaft von Sasa Filipovski mit 49,2 Prozent auch am effektivsten aus dem Feld. 

Probleme offenbaren sich beim Rebound: Die beiden Center Filip Stanic und Nicolas Carvacho weisen mit 5,4 eigentlich solide Werte auf, haben durch die Verletzung von Philipp Hartwich aber wenig Unterstützung. Die Historie spricht indessen klar für die Ulmer: Von 23 Partien konnten 20 gewonnen werden, die letzte Niederlage ist auf den 09.11.2019 datiert. Demnach sind die Ulmer seit zwei Spielzeiten bei diesem Duell ungeschlagen. 

Head Coach Anton Gavel: „Würzburg ist sehr stark in Eins-gegen-eins Situationen. Gerade das Guard-Trio spielt viele Minuten, nimmt die meisten Würfe und trifft mit dem Ball in der Hand im Grunde alle Entscheidungen. Die Hauptaufgabe wird es sein, diese drei stoppen zu müssen. Zusätzlich performen die beiden Big-Men, weshalb es sicherlich keine einfache Aufgabe wird. Wir haben in naher Zukunft viele richtungsweisende Spiele vor uns, das ist allen bewusst. Danach werden wir wissen, wo die Reise in diesem Jahr hingeht.“