Die Frage nach dem Klassenerhalt ist für den FC Augsburg wohl geklärt, nun darf man sich eigentlich befreit nach oben orientieren. Mit einem Sieg in Frankfurt hätten die Schwaben einen weiteren Schritt in Richtung internationaler Plätze gehen können, daraus wurde nichts. Der FCA musste sich nach einer 1:0-Pausenführung am Ende 3:1 geschlagen geben.

Nach dem 2:0-Heimsieg gegen Union Berlin war beim FC Augsburg einige Last abgefallen und ein Euphorieschub entstanden. Mit breiter Brust wollte man sich zum Start des 30. Spieltages nun auch in Frankfurt etwas holen und so einen weiteren Schritt in Richtung internationaler Startplätze gehen. Mit einem Sieg im Kampf um Europa hätte man auf die Eintracht aufschließen oder diese sogar punktgleich überholen können.
Clevere Augsburger mit Pausenführung
Mit Jakic und Mbabu waren zwei zuletzt verletzte Leistungsträger wieder ins Team zurückgekehrt, Mbabu war dann auch an der ersten großen Aktion des Spiels beteiligt. An der Mittellinie eroberte der Schweizer den Ball vom früheren FCAler Max. Über Demirovic kam das Spielgerät zu Vargas, der das Leder aus spitzem Winkel im Tor versenkte (13.). In der Folge zeigte sich die Eintracht zwar bemüht, konnte gegen clever agierende Schwaben nur wenig ausrichten. Augsburg ließ die Gastgeber kommen und nützte die sich daraus bietenden Räume immer wieder zu schnellen Kontern. Ein weiterer Treffer sollte bis zum Pausentee allerdings keiner mehr fallen. Die Führung von Rot-grün-weiß ging dennoch absolut in Ordnung, Augsburg hatte die Partie im Griff.
FCA gibt Partie ohne Not aus der Hand
Dies sollte sich nach dem Seitenwechsel aber schnell ändern. Der FCA agierte nach der Pause viel zu passiv, Frankfurt investierte nun viel. Schnell konnte Chaibi eine Flanke zum 1:1 verwerten (55.), weil Ekitiké nur wenig später einen Distanzschuss zum zweiten Treffer nützen konnte (62.), war das Ergebnis gedreht. Die Augsburger hatten sich das Ganze selbst zuzuschreiben, hatten sie die Partie gegen eine in der ersten Halbzeit harmlose SGE ohne Not aus der Hand gegeben.
Spätestens der zweite Treffer der Hausherren war ein Wirkungstreffer, die Augsburger kamen in der Folge nur noch schwer zurück ins Spiel. Die Zirblenusskicker hatten den Faden komplett verloren, zeigten sich in den zweiten 45 Minuten über weite Strecken viel zu harmlos. Frankfurt hatte noch mehrfach die Gelegenheit auf die Entscheidung gehabt.
Als Augsburg in der Schlussphase alles nach vorne geworfen hatte, kassierte man den K. o. Torhüter Dahmen war bei einem Eckball mit in den Frankfurter Strafraum aufgerückt, nach einem schwachen Versuch von Maier ging es dann schnell. Marmoush machte sich in der eigenen Hälfte auf und konnte das Leder schließlich in das verwaiste Augsburger Tor einschieben (90.+5..
Statt in der Tabelle auf die Eintracht aufzuschließen, bekamen die Augsburger Europaambitionen so am Main einen Dämpfer. Sechs Zähler liegen jetzt wieder zwischen den Frankfurtern und dem FC Augsburg.
SG Eintracht Frankfurt : Trapp – Buta (89. Smolcic), Koch, Pacho, Max (7. Nkounkou) – Skhiri, Götze (89. Ferri Julia), Chaibi , Dina Ebimbe (78. Knauff) , Marmoush – Ekitiké (78. Larsson)
FC Augsburg: Dahmen – Mbabu, Gouweleeuw , Uduokhai, Pedersen – Jakic (80.Breithaupt), Engels (80. Michel) , Maier, Vargas (57. Pep Biel)- Tietz (65. Pfeifer) , Demirovic
Tore: 0:1 Vargas (13.), 1:1 Chaibi (55.), 2:1 Ekitiké (62.), 3:1 Marmoush (90. + 5)
Gelbe Karten: keine | Engels, Demirovic
Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart)
Zuschauer: 57.600

