Kanu-Weltcup | Trauer und Freude bei Augsburger Startern

Hannes Aigner (Kanu Schwaben) war als Favorit und Gesamtweltcupführender in das letzte Rennen der Saison gestartet. Auf seiner Heimatstrecke, dem Augsburger Eiskanal wollte er die Spitzenposition verteidigen. Daraus wurde nichts.
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Auch für Hannes Aigner führte der Weg ins Finale über die Semifinalläufe und bereits hier war Schluss für ihn. Mit dem Traum vom Sieg auf der Heimatstrecke und vom Gesamtweltcup.Zwei Strafsekunden wegen einer Torstangenberührung waren in diesem starken Teilnehmerfeld zu viel und kosteten ihm die Finalteilnahme. Aigner war zu diesem Zeitpunkt bereits bewusst, dass er sein Saisonhighlight damit verpasst hatte. Für zwei weitere Augsburger stehen in fünf Wochen die Weltmeisterschaften im amerikanischen Maryland an. Doch auch für Alexander Grimm und Fabian Dörfler war das Rennen an der eigenen Trainingsstrecke eine Enttäuschung. Beide fuhren an einem einstelligen Platz im Endklassement vorbei.

Besser machte es da ein anderer Deutscher. Sebastian Schubert holte sich dank der Patzer von Aigner und des Tschechen Prindis sowie eines bei Dauerregens beeindruckend herausgefahrenen Tagessiegs den Gesamtweltcup. Jetzt ist eine Medaille bei der WM des jungen Mannes aus Hamm, der allerdings in Augsburg trainiert das nächste Ziel.

Auch die Herren in den Canadiern machten es nicht wirklich besser, als ihre Kollegen im Kajak. Bei den Canadier-Einern verpasste Franz Anton ebenfalls den Sprung aufs Podest. Der Leipziger Franz Anton verpatzte den Endlauf komplett und kassierte dafür 56 Strafsekunden. Er wurde  Letzter. Der Augsburger Sideris Tasiadis, Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 2012 in London, schied bereits im Halbfinale aus. Bester DKV-Athlet war Jan Benzien (Leipziger KC) als  auf Platz 12. Tasiadis belegte am Ende Rang 13, Anton wurde 18..

Auch in den weiteren Wettbewerben war es ein gebrauchter Tag für die deutschen Athleten. Lena Stöcklin war bei den nicht-olympischen C1-Frauen schon in der Vorschlussrunde ausgeschieden. Für sie das Saisonende, da sie damit auch die Qualifikation für die Weltmeisterschaften verpasste. Besser machte es die erst 18-jährige  Karolin Wagner. Sie erreichte zumindest den 5. Platz. Im Gesamtweltcup bedeutete dies für sie mit Rang 12 das beste Ergebnis aller deutschen Damen. Bei den abschließenden Teamrennen der Canadier1-Fahrerinnen gelang den beiden gemeinsam mit Elena Apel der dritte Rang. Die deutschen Kajak-Männer wurden  Zweiter hinter Frankreich.

Am heutigen Sonntag stehen ab 10 Uhr die weiteren Entscheidungen an.