Kanuslalom | Augsburger Sideris Tasiadis sichert sich das Olympiaticket

Der Augsburger Sideris Tasiadis hat die Nervenprobe erneut bestanden und mit der Bronzemedaille bei der Kanuslalom Europameisterschaft das vierte Olympia-Ticket der deutschen Slalomkanuten für Tokio geholt. Drei Olympia-Tickets waren seit der Slalom WM 2020 in La Seu d’Urgell bereits gelöst (Hannes Aigner K 1 Herren, Ricarda Funk K 1 Damen und Andrea Herzog C 1 Damen). Nun also auch die C 1 Herren bei den olympischen Spielen in Tokio dabei.Links Aigner Rechts Tasiadis Scaled

Sideris Tasiadis fuhr in Ivrea fehlerfrei und musste bis zum letzten Starter zittern. Gastgeber Italien, Russland sowie Deutschland kämpften bei der EM um den letzten Olympia-Startplatz im Canadier-Einer der Herren. DDen Sieg bei der Europameisterschaft holte sich der Franzose Dennis Gargoud Chanut vor dem Slowaken Matej Benus. Sideris Tasiadis holte sich mit einem Nullfehlerlauf die Bronzemedaille. Starke Nerven hatte der Schwabenkanute schon immer, auch diesmal schaffte er es wieder.

Sideris setzte sich zwei Tage nach seinem 31. Geburtstag außerdem gegen den C 1 Weltmeister Franz Anton aus Leipzig durch, der nach einem Fehler am dritten Tor 2,77 Sekunden langsamer als der Weltranglisten-Erste aus Augsburg ins Ziel kam und dadurch Achter im Finale der Top 10 wurde. Timo Trummer/Zeitz verpasste mit 50 Strafpunkten das Finale der besten Zehn. Der Olympia Silbermedaillengewinner von 2012 sicherte sich durch die Bronzemedaille den Startplatz im olympischen Rennen in diesem Sommer.

Auch Schwabenkanutin Elena Apel ist stark unterwegs

Elena Apel von den Kanu Schwaben hatte es bei den Canadier Einer Damen als einzige Deutsche ins Finale der Top 10 geschafft, auch sie holte sich eine Bronzemedaille. Es siegte die Spanierin Miren Lazkano vor der tschechischen Kanutin Teresa Fizerova, dritte der EM 2021 wurde Elena Apel.

Elena Apel startete ja auch bei den Kajak Einer Damen im Einzelwettbewerb und fuhr sich auch dort ins Finale der Top 10, dort handelte sie sich unglücklicherweise insgesamt 52 Strafsekunden ein und belegte deshalb den 10. Platz. Ohne die 50 Strafsekunden hätte es für eine Medaille gereicht, ein starkes Ergebnis. Es siegte Corinna Kuhnle / AUT vor Eva Tercelj SLO, dritte wurde die Olmpiateilnehmerin Ricarda Funk/GER.

Im Teamwettbewerb gab es für Deutschland eine Silbermedaille für die K 1 Herren, zweimal dann Platz vier mit den C 1 Damen, C 1 Herren und für die K1 Damen den sechsten Platz.