Am ersten Wettkampftag des Weltcupfinales der Kanuslalom-Spezialisten auf dem Eiskanal gab es Freude und Enttäuschung für die Augsburger Sportlerinnen und Sportler. Während Elena Lilik und Noah Hegge zweite Plätze bejubeln konnten, war Ricarda Funk sichtlich enttäuscht. Sie verpasste den Finallauf und damit auch den Gesamtweltcup.
Elena Lilik vom Kanu Schwaben Augsburg hat beim Weltcup-Finale im Kajak-Einer einmal mehr ihr Können unter Beweis gestellt. Nur eine Woche nach ihrem Sieg in Tacen – dort im Canadier – paddelte sie diesmal in Augsburg auf Platz zwei, direkt hinter der Britin Kimberley Woods.
„Ich war sehr aufgeregt, denn die Strecke war sehr schwer. Aber die Zuschauer an den Banden waren großartig und haben mir sehr geholfen“, so Lilik nach dem Rennen, sichtlich erleichtert über ihren Podestplatz.
Weniger Glück hatte ihre Schwester Emily Apel (KSA): Mit 50 Strafsekunden für ein verpasstes Tor und weiteren vier Sekunden für Torberührungen landete sie nur auf Rang 12.
Bitteres Halbfinal-Aus für Ricarda Funk
Große Enttäuschung bei Ricarda Funk (Augsburg/Bad Kreuznach): Sie verpasste das Finale um winzige 0,12 Sekunden – auch wegen vier Strafsekunden kurz nach dem Start.
„Ich bin nicht in das Rennen gekommen und dann kam noch ein Flüchtigkeitsfehler dazu, das ist schon bitter“, sagte die sichtlich enttäuschte Olympiasiegerin.
Wenigstens ein Trost: Mit 252 Punkten belegte sie im Gesamtweltcup Rang vier. Der Rückstand auf Platz zwei betrug nur zehn Zähler.
Woods holt sich den Gesamtsieg im Kajak-Einer
Kimberley Woods krönte ihren Tag mit dem Sieg im Finale und damit auch mit dem Gesamtsieg im K1-Weltcup (289 Punkte).

„Es war ein langer Tag mit drei Rennen auf einem so schwierigen Kurs und ich bin natürlich glücklich, im letzten Lauf die Trophäe für die beste Fahrerin gewonnen zu haben“,
freute sich die Britin nach einem starken Auftritt auf dem Augsburger Eiskanal.
Noah Hegge glänzt bei den Herren
Bei den Herren sorgte Noah Hegge (KSA) für das Highlight aus deutscher Sicht. Trotz zwei Strafsekunden durch sein risikoreiches Fahren sicherte er sich einen starken zweiten Platz hinter dem Franzosen Anatole Delassus, der nur 0,16 Sekunden Vorsprung ins Ziel rettete.

„Ich bin glücklich, dass es für eine Medaille gereicht hat. Die Zuschauer haben auch einen großen Anteil daran, denn sie haben mich voll gepusht, wofür ich sehr dankbar bin“,
sagte Hegge nach dem Finale.
Hannes Aigner, gesundheitlich angeschlagen durch Rückenschmerzen, kam trotz sechs Strafsekunden immerhin noch auf Platz acht. Stefan Hengst (Augsburg/Hamm) verpasste als 19. im Halbfinale den Einzug ins Finale.
Titouan Castryck gewinnt den Gesamtweltcup der Herren
Der Gesamtsieg im K1 der Herren ging an Titouan Castryck (Frankreich), der über die Saison hinweg 326 Punkte sammelte. Dank seines Finaleinzugs verbesserte sich Noah Hegge noch auf einen beachtlichen siebten Gesamtrang.

Entscheidungen im Canadier folgen
Am zweiten Tag des Weltcup-Finales in Augsburg stehen nun die Rennen im Canadier-Einer auf dem Programm. Der erste Startschuss fällt am Sonntag um 09:30 Uhr – dann geht der Kampf um die nächsten Weltcuppunkte weiter.


