Kapazitäten des Impfzentrums in Wertingen wurden ausgebaut

Mit dem Ausbau der Kapazitäten des Impfzentrums in Wertingen auf bis zu 700 Impfungen pro Tag hat der Landkreis Dillingen auf die angekündigte Erhöhung der Impfstofflieferungen reagiert. So ist ab spätestens Ende März nach den Vorankündigungen der Hersteller mit einer deutlichen Steigerung der Impfstofflieferungen zu rechnen.

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Beim Pressetermin zum Ausbau der Kapazitäten des Impfzentrums Wertingen auf 700 Impfungen pro Tag im Bild (von links): Murat Öncü (Verwaltungsleiter Impfzentrum Wertingen), Landrat Leo Schrell und Lisa Huber (Ärztliche Leitung Impfzentrum Wertingen) | Foto: Peter Hurler / Landratsamt Dillingen a.d.Donau

Bei einem Pressetermin verschaffte sich Landrat Leo Schrell vor Ort einen Eindruck von der neu geschaffenen Infrastruktur, die bereits seit dem Wochenende genutzt wird. So wurden in der Dreifachturnhalle weitere Impfstraßen mit insgesamt 14 Impfkabinen aufgebaut und großzügige Wartezonen geschaffen sowie eine neue Aufrufanlage eingerichtet. „Mit den zusätzlichen Impfstraßen und der deutlich höheren Kapazität sind wir gut vorbereitet, um künftig mehr Impfungen durchführen zu können“, betonte Schrell.

Mit dem Ausbau der Kapazitäten wurden auch die Abläufe im Impfzentrum weiter optimiert, sodass ein möglichst reibungsloser und zügiger Ablauf der Impfungen möglich ist.

„Im Landkreis Dillingen ist man gut vorangekommen“

In diesem Zusammenhang hat der Landkreis in enger Abstimmung mit dem Betreiber des Impfzentrums, der Stadt Wertingen, den Kreiskliniken sowie den benachbarten Bildungseinrichtungen die Parkplatzsituation verbessert und zusätzliche Parkmöglichkeiten geschaffen. So stehen künftig vor der Halle zehn Parkplätze und zusätzlich zwei Behindertenparkplätze zur Verfügung. Die Fläche unmittelbar vor der Halle kann zudem als Behindertenparkplatz genutzt werden. Im Zufahrtsbereich zur Mittelschule stehen dem Impfzentrum künftig 18 Parkplätze zur Verfügung. Weitere 20 Parkplätze wurden beim Krankenhaus geschaffen. Schrell dankte in diesem Zusammenhang vor allem auch den beiden Schulleitungen des Gymnasiums und der Mittelschule Wertingen für das Verständnis und die kooperative Zusammenarbeit. Mit Blick auf die Impfquote betonte der Landrat, dass man im Landkreis Dillingen mit den Impfungen bislang gut vorangekommen sei. So konnte Stand 02. März 2021 seit Start der Impfungen am 27. Dezember 2020 bislang an 5.972 Menschen die Erstimpfung verabreicht werden. Dies entspricht einer Quote von rund 6,2 %. Davon entfallen 2.992 Impfungen auf die Gruppe der über 80-jährigen Menschen einschließlich der Bewohner in Alten- und Pflegeheimen. Demgegenüber lag die Gesamtquote gestern bayernweit bei 5,6 % und deutschlandweit bei 5,1 %. Zufrieden zeigte sich Schrell auch damit, dass bislang der gesamte gelieferte Impfstoff auch tatsächlich an die priorisierten Gruppen verimpft werden konnte. Aktuell haben rund 40 Personen, die für eine Impfung mit AstraZeneca vorgesehen waren, ihren Impftermin wieder abgesagt. Der dadurch kurzfristig verfügbare Impfstoff konnte allerdings zeitnah an priorisierte Personen im Rahmen einer Hop-on-Impfung verimpft werden.

Insgesamt wurden bislang 1.100 Impfdosen AstraZeneca verimpft. Die nächste Lieferung im Umfang von 500 Impfdosen von AstraZeneca erwartet der Landkreis am Freitag, 05.03.2021. Eine gute Nachricht konnte der Landrat insofern vermelden, als ECOLOG ab der KW 10 mit der Impfung der immobilen Personen beginnen wird. Der Landrat warb allerdings um Geduld. „Wir werden angesichts der Anzahl an registrierten Personen eine gewisse Zeit benötigen, bis alle Personen geimpft sind“, sagte Schrell. Grund dafür sei insbesondere, dass derzeit rund 735 Personen als immobil registriert seien, ein mobiles Team voraussichtlich allerdings wegen der zu beachtenden besonderen Handhabung des Impfstoffes, der Nachbetreuung und der Fahrzeiten nur höchstens zehn Impfungen am Tag bewerkstelligen könne. Deshalb wirbt der Landrat unverändert dafür, dass sich die Menschen, die noch ausreichend mobil seien, um eigenständig zum Impfzentrum zu gelangen bzw. sich ggf. mit Unterstützung aus dem Familien- und Bekanntenkreis zum Impfzentrum fahren lassen können, über www.impfzentren.bayern oder Tel. 09071/7749762 registrieren. Personen, die bereits als nicht mobil registriert sind und denen es dennoch möglich wäre, zur Impfung ins Impfzentrum zu kommen, sollten dies dem Landratsamt über das Bürgertelefon (Tel. 09071/51-350) mitteilen. Der Landrat sichert für diesen Fall einen zeitnahen Impftermin für die Personen über 80 Jahre zu.

Die Corona-Impfverordnung wurde am 24.02.2021 geändert. Dabei wurden weitere Gruppen höher priorisiert. Das neue Impfangebot richtet sich an Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege und in Grundschulen oder Förderschulen, einschließlich der mit Förderschulen räumlich verbundenen Kinderbetreuungseinrichtungen tätig sind. Vom Begriff der Kinderbetreuungseinrichtungen sind auch die Heilpädagogischen Tagesstätten (HPT) erfasst. Auch private Grund- und Förderschulen sowie Schulen für Kranke und schulvorbereitende Einrichtungen sind ebenso wie das Verwaltungspersonal und das Personal in der Mittags- und Nachmittagsbetreuung und der Jugendsozialarbeit an den genannten Schulen von der Priorisierung erfasst.

Die Impfungen werden im Landkreis Dillingen im Impfzentrum Wertingen nach vorheriger Anmeldung und Registrierung über die Impfsoftware BAYIMCO (www.impfzentren.bayern) in Form von Individualterminen erfolgen.

 

Der Landkreis hat sich bewusst für diese vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege aufgezeigte Variante entschieden, weil durch ein zeitversetztes Impfen eventuelle Ausfallzeiten wegen Impfnebenwirkungen besser kompensiert werden können. Schrell weist zudem darauf hin, dass sich die nun neu Berechtigten, die sich schon vor Dienstag, 02. März 2021, über www.impfzentren.bayern online registriert haben, dort erneut einloggen und ihre Daten gemäß der neuen Priorisierung aktualisieren müssen. Nur so kann die Vergabe eines Impftermins entsprechend der neuen Priorisierung