Kapitän bleibt an Bord | ERC Sonthofen-Spielführer Tarrach im Interview

Mit seinen 34 Jahren gehört Christian Tarrach zu den Routiniers im Team der Schwarz-Gelben. Er zählt mit seiner Erfahrung aus 321 Ligaspielen für den ERC zu den Führungsspielern seiner Mannschaft.Christian Tarrach

Der ehemalige Jugend-Nationalspieler stand von 2005 bis 2016 fast durchgehend im Aufgebot der Oberallgäuer. Nach einer vierjährigen Pause zog es den gebürtigen Sonthofner im letzten Jahr zurück in die 1. Mannschaft seines Heimatvereines, verpasste aber aufgrund seiner Schulterverletzung die drei ersten und einzigen Spiele der vergangenen Saison.

Für die Verantwortlichen ist Christian Tarrach ein wichtiger Pfeiler im Team der Kreisstädter. Er ist ein hervorragender und schneller Schlittschuhläufer und kann als Verteidiger sowie als Stürmer eingesetzt werden.

 

Christian Tarrach im Interview mit dem ERC-Onlineteam:

Servus Christian, schön, dass du wieder mit dabei bist. Wie geht es dir und ist deine Schulter wieder vollständig genesen?

Ich freu mich riesig, wieder dabei zu sein. Mir geht es gut und meine Schulter ist so weit auch wieder in Ordnung. Sie zwickt hier und da noch ein bisschen, soweit passt es aber wieder.

Mit 34 Jahren gehörst du zu den Routiniers der Mannschaft. In welcher Rolle siehst du dich?

Ja, das stimmt. Mit meinem Alter gehöre ich schon zu den älteren Spielern. Ich sehe mich als Führungsspieler. Ich möchte meine Erfahrung einbringen und die jungen Spieler fördern und unterstützen.

In deinen jungen Jahren hattest du auch Führungsspieler, welche sind dir in Erinnerung geblieben?

Ja, das stimmt, ich war auch mal jung (Christian grinst). Spontan denke ich da sofort an Klaus Erbersdobler und Christoph Hadraschek. Die beiden gehörten damals für mich zu den Führungsspielern. Auch Markus Greiter und Andreas Weißenborn würde ich dazu zählen.

 

Die Ligeneinteilung steht, gibt es schon Neuigkeiten bezüglich des Spielmodus und wie schätzt du die Liga ein?

Die Ligeneinteilung ist geografisch gesehen besser als letztes Jahr. Es fallen mit Würzburg und Schweinfurt zwei weite Auswärtsfahrten weg. Über den Spielmodus gibt es aktuell noch keine Informationen. Die Liga selbst ist schwer einzuschätzen. Zum Teil hat sich die Liga mannschaftsmäßig geändert. Drei Mannschaften sind uns bekannt, gegen Türkheim, Kempten und Senden haben wir letztes Jahr schon gespielt. Die anderen Mannschaften kennen wir noch nicht. Somit müssen wir uns überraschen lassen.

Der Aufstieg ist wie im letzten Jahr das ausgerufene Ziel des Vereins, wo siehst du die Vorteile eines Aufstiegs?

Unser Ziel ist der Aufstieg. Wir könnten uns mit besseren Mannschaften messen, was gerade für die Entwicklung unserer jungen Spieler wichtig ist. Die Chancen, dass die jungen Spieler langfristig an Bord bleiben, steigen dadurch natürlich auch. Durch eine höhere Liga haben wir bessere Möglichkeiten im Bezug auf die Sponsorensuche. Auch die Fans, so denke ich, würden sich über eine bessere Ligeneinstufung und dadurch attraktivere Spiele freuen. Der Aufstieg ist kein Selbstläufer, wir werden aber alles uns Mögliche unternehmen.

Welcher ist dein tiefster und welcher dein höchster ERC-Moment?

Spontan denk ich da an die Bayernliga. In einer Saison waren wir das Schlusslicht der Liga. Wir sind damals zwar nicht abgestiegen, aber Spaß hat das auch nicht wirklich gemacht. Das gehört halt auch zum Eishockey. Meine höchsten ERC-Momente waren die beiden Bayernliga-Meisterschaften. Das war natürlich ein Erlebnis, das man nicht mehr vergisst. Das war mega.

Christian herzlichen Dank für das kleine Interview. Wir freuen uns auf die anstehende Saison mit dir. Was möchtest du den Fans noch mitgeben?

Ich freue mich auch riesig auf die anstehende Saison. Ich hoffe, dass diese normal durchgeführt werden kann, nicht so wie die vergangene Corona-Saison. Ich freue mich auch richtig auf die Fans im Stadion, damit wir gemeinsam das Projekt Aufstieg verwirklichen können. Es geht immer nur zusammen. Vielen Dank und bleibt alle gesund!

Foto und Text: Klaus Ottenbreit