Kardiologie-Unit an der Wertachklinik Schwabmünchen wird ausgebaut und noch besser vernetzt

Ein wichtiger Grund für den Erfolg der Wertachkliniken ist die Konzentration auf die verschiedenen Schwerpunkte an den beiden Standorten. Die Kardiologie ist beispielsweise ein hoch spezialisiertes, eigenständiges Fachgebiet der Inneren Medizin. Neben der Kompetenz der Kardiologen ist die technische Ausstattung ein wichtiger Faktor bei der Diagnose und Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen. Aus diesem Grund hat man nun in Schwabmünchen alle Funktionsbereiche der Kardiologie räumlich gebündelt, und zwar direkt neben der Intensivstation. „Damit haben wir kürzere Wege und eine noch engere Vernetzung mit der Notaufnahme und der Intensivstation“, erläutert Chefarzt Dr. Sellier einige Vorteile des neuen kardiologischen Zentrums.

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Zwischen EKG und Schluckecho: (v.li.) Dr. Marleen Pfeiffer, die Ärztliche Direktorin und Leiterin der Notaufnahmen, und Kardiologie-Chefarzt Dr. Anselm Sellier mit der Leiterin der neuen Kardiologie-Funktionsabteilung, Elisabeth Reischl, der Leitenden Oberärztin Dr. Barbara von der Mülbe, der Leiterin der Inneren Ambulanz, Claudia Rau, und Klinikvorstand Martin Gösele in einem der neu geschaffenen Räume der Kardiologie an der Wertachklinik Schwabmünchen.
Foto: Doris Wiedemann

„Wir wollen den Menschen in der Region eine Grundversorgung auf Spezialistenniveau bieten, das bedeutet unter anderem auch, die Leistungsfähigkeit der Kardiologie beständig auszubauen“, begründet Klinikvorstand Martin Gösele die Entscheidung für die räumlichen und technischen Erweiterungen der Kardiologie. Man habe damit in Schwabmünchen eine eng vernetzte und technisch anspruchsvoll ausgestattete kardiologische Einheit geschaffen, die von drei hoch qualifizierten Kardiologen betreut werde: Chefarzt Dr. Anselm Sellier, die Leitende Oberärztin Dr. Barbara von der Mülbe und die Oberärztin Dr. Ulrike Trepte würden dabei von der neuen Leiterin der Kardiologie-Funktionsabteilung, Elisabeth Reischl, und deren Team, tatkräftig unterstützt.

 

In den neuen Räumen finden nun sämtliche kardiologischen Untersuchungen statt, von der kompletten Ultraschalldiagnostik des Herzens und der Gefäße, inclusive der sogenannten Stressechokardiographie, bis zur Messung der Lungenfunktion. Im Rahmen der speziellen Rhythmologie werden Langzeitmessungen des Blutdrucks und des EKGs durchgeführt. Und nicht zuletzt werden Herzschrittmacher kontrolliert und programmiert . Dank neuem Monitoring ist außerdem die Überwachung der Vitalwerte der Patienten bei Untersuchungen unter Kurznarkose noch sicherer geworden. Sowohl bei rhythmologischen Therapien, etwa der Elektrobehandlung von Vorhofflimmern, als auch beim sogenannten Schluckecho, der Herzultraschalluntersuchung über die Speiseröhre, werden die Patienten nun mit demselben Monitoring überwacht, das auch in der Notaufnahme und auf der Intensivstation eingesetzt wird. Damit lassen sich die Werte ganz einfach übertragen, außerdem sind die einzelnen Monitore mobil, sie können also auch bei einem Abteilungswechsel beim Patienten bleiben.

„Sowohl die Menschen mit akuten Herz-Kreislauf-Problemen, die über die Notaufnahme in die Wertachklinik kommen, als auch die Patienten der Intensivstation profitieren von der neu geschaffenen, räumlichen Nähe und der engen, digitalen Vernetzung“, erklärt die Ärztliche Direktorin und Leiterin der Notaufnahmen, Dr. Marleen Pfeiffer, und betont gleichzeitig auch die hervorragende Zusammenarbeit auf persönlicher Ebene. Eine enge Kooperation gibt es auch mit dem Herzzentrum des Universitätsklinikums Augsburg: Herzinfarktfarktpatienten werden unverzüglich ins Herzkatheterlabor der Universitätsklinik gebracht und anschließend gemeinsam im sogenannten HERA (Herzinfarktnetzwerk Raum Augsburg) betreut. Schlaganfallpatienten werden im Rahmen des Telemedizinischen Netzwerks Tesaurus (Telemedizin & Schlaganfallversorgung Augsburger Region & Südwest-Bayern) der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Augsburg versorgt.