Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) wirbt für die Bereitschaft zum Streit an deutschen Hochschulen. „Hochschulen sind Orte für Diskurs. Dort wird kontrovers um das beste Argument gerungen“, schreibt Karliczek in einem Gastbeitrag für die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Donnerstagsausgaben) anlässlich von 70 Jahren Grundgesetz zum Thema Wissenschaftsfreiheit.

Anja Karliczek, über dts Nachrichtenagentur

Dabei gehe es auch darum, sich sachlich mit Thesen auseinanderzusetzen, die man für falsch halte. „Das zu erleben und zu erlernen, ist notwendiger Teil eines Studiums“, schreibt die Bildungsministerin weiter. Dazu gehöre auch „die Zumutung anderer Meinungen. Meinungen wie die von Professor Münkler und Professor Baberowski aus Berlin oder jüngst Professorin Susanne Schröter aus Frankfurt, die angefeindet wurden“, so die CDU-Politikerin. Derzeit gerate die „Wissenschaft weltweit unter Druck. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden in Frage gestellt, Universitäten werden verboten, Wissenschaftler inhaftiert“, schreibt Karliczek in dem Gastbeitrag für die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“. Es gelte, „sensibel und wachsam“ zu sein. In Deutschland sei „die Wissenschaftsfreiheit verbrieftes Grundrecht. Sie geht Hand in Hand mit Meinungsfreiheit“, schreibt die Bildungsministerin weiter.