Spannendes Spitzenspiel endet mit einer Niederlage für den ESV Kaufbeuren – Doppelschlag binnen 38 Sekunden entscheidet die Partie.

Das Spitzenspiel des 13. Spieltages stand für den ESV Kaufbeuren heute Abend bei den Kassel Huskies an. Der Tabellenführer aus dem Allgäu gastierte also beim Tabellenzweiten in Hessen. ESVK Trainer Marko Raita musste dabei auf fünf Spieler verzichten. Verletzungsbedingt fehlten den Jokern Fabian Koziol, Simon Schütz, Yannik Burghart und John Lammers. Nico Appendino war wieder in der DEL für Red Bull München im Einsatz. Im Tor stand Daniel Fießinger.

Das Spiel war dann im ersten Drittel genauso wie man es erwarten konnte. Beide Mannschaften standen in der eigenen Zone sehr stabil und ließen die jeweilige Offensive nur schwer zur Entfaltung kommen. In der achten Minute hatte Fabian Ribnitzky nach einem Fehlpass der Kaufbeurer Defensive die erste Nennenswerte Chance, als er frei im Slot zum Abschluss kam. Daniel Fießinger konnte den Schuss des jungen Verteidigers aber abwehren. Auf Seiten der Joker hatte Markus Lillich im Gegenzug die erste richtig gute Chance. Nach einem Pass von Mikko Lehtonen kam der ESVK Stürmer frei vor Jake Kielly zum Abschluss, der Torhüter der Huskies konnte aber parieren. Das Spiel wog dann in der Folge immer wieder hin und her, ohne allerdings, dass sich beide Mannschaften dabei richtig gefährliche Tormöglichkeiten erspielen konnten. Die Hessen hatten in der 17. Spielminute durch Jamie Arniel dann eine sehr gute Chance. Der Kanadier feuerte einen satten Direktschuss aus dem Slot heraus ab, Daniel Fießinger aber war mit dem rechten Beinschoner zur Stelle und verhinderte den Führungstreffer der Huskies. Sekunden vor der Pause hatten die Joker dann noch die wohl größte Chance des ersten Drittels. Jere Laaksonen konnte Joey Lewis vor dem Tor der Kasseler freispielen, die Nummer elf des ESVK scheiterte mit seinem Schuss aber an Jake Kielly im Kasten der Hessen. Damit ging es mit einem Spielstand von 0:0 in die erste Pause.

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Die erste gute Chance im Mitteldrittel hatten die Allgäuer. Sebastian Gorcik konnte Jacob Lagacé vor dem Tor anspielen, der Kanadier scheiterte aus sehr kurzer Distanz aber an Jake Kielly. Ein erstes Powerplay der Hessen verteidigten die Kaufbeurer dann stark und ließen eigentlich nichts gefährliches zu. Die Joker waren weiter am Drücker und hatten durch Markus Schweiger und Mikko Lehtonen zwei gute Torabschlüsse. In der 33. Spielminute gingen die Huskies dann aber mit einem Doppelschlag in Führung. Das 1:0 durch Thomas Reichel war dabei sehr strittig, da Daniel Fießinger im Torraum durch Darren Mieszkowski in seinem Bewegungsablauf mehrfach behindert wurde und just in dem Moment, als Daniel Fießinger sich wieder frei bewegen konnte, erzielte Thomas Reichel das 1:0. Die Schiedsrichter schauten sich die Szene nach energischen Protesten des Kaufbeurer Schlussmannes auch im Videobeweis an. Blieben am Ende des Videostudiums aber bei ihrer schon auf dem Eis getroffenen Entscheidung und erkannten den Treffer an. Die Joker hatten direkt nach dem Führungstreffer der Kassler eine starke Druckphase im Drittel der Hessen, ließen sich dann aber 38 Sekunden später auskontern und kassierten das 2:0. Tristian Keck konnte nach einem schönen Pass aus der Drehung heraus von Timothy McGauley frei vor Daniel Fießinger einschießen. Sehr bitter aus Sicht des ESVK, waren die Rotgelben in vor dem Doppelschlag der Huskies eigentlich am Drücker und hatten selbst die Möglichkeiten in Führung zu gehen. Ein erstes Powerplay der Kaufbeurer nach 45 Minuten brachte dann leider auch nicht viel ein. Mikko Lehtonen hatte eine gute Schussmöglichkeit, genauso wie kurze Zeit später Sebastian Gorcik. Beide konnten den starken Jake Kielly im Tor der Huskies aber nicht vor große Probleme stellen. Auch Markus Schweiger scheiterte zwei Minuten vor dem Ende mit einem Schuss am Kassler Torhüter. Sekunden vor der Pausensirene handelte sich dann Tobias Echtler noch eine 2+2 Strafe wegen Hohen Stockes ein und die Huskies hatten somit gleich zu Beginn des dritten Drittels die große Möglichkeit den Spielstand zu erhöhen.

Das letzte Drittel ist dann schnell erzählt. Die Joker überstanden das vierminütige Powerplay der Hessen zum Beginn des Abschnittes schadlos. Im Anschluss versuchten die Allgäuer natürlich nochmal alles, um zurück in die Partie zu kommen. Die Huskies ihrerseits standen dagegen sehr sicher in der Defensive und machten dem ESVK das leben schwer. Chancen auf einen Treffer gab es immer mal wieder, aber so richtig zwingend kamen die Kaufbeurer einfach nicht vor den Kasten von Jake Kielly. ESVK Trainer Marko Raita nahm gut drei Minuten vor dem Ende eine Auszeit und ging mit der Herausnahme von Daniel Fießinger für einen sechsten Feldspieler früh in das Risiko. Dies wurde leider auch nicht belohnt und 38 Sekunden vor dem Ende traf Vincent Schlenker dann auch noch zum 3:0 Endstand in das leere Joker Tor. Die Wertachstädter zeigten auch bei den Kassel Huskies erneut eine gute Auswärtspartie. Mussten sich schlussendlich in einem sehr ausgeglichen und qualitativ sehr guten DEL2 Spiel von beiden Mannschaften aber leider mit 3:0 geschlagen geben.