Katholische Kirche stellt Kloster Maihingen bei Nördlingen als Flüchlingsunterkunft zu Verfügung

Im Kloster Maihingen in der Nähe von Nördlingen werden ab Mitte November 40 Flüchtlinge untergebracht. Zur Begrüßung der ersten Gäste und als Dank für alle Beteiligten wird Bischof Dr. Konrad Zdarsa am Samstag,15. November, um 11 Uhr in der Maihinger Klosterkirche einen Gottesdienst feiern. Betreut werden die Flüchtlinge von Mitgliedern der Gemeinschaft „Lumen Christi“, die das Kloster seit Längerem nutzt. In die Planungen für die Aufnahme der neuen Bewohnerinnen und Bewohner waren neben Lumen Christi und der Pfarrgemeinde auch die politische Gemeinde, der Landkreis Donau-Ries, die Regierung von Schwaben sowie die Diözese Augsburg als Eigentümerin des Gebäudes eingebunden.

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Ein Teil des Kloster Maihingen in der Nähe von Nördlingen wird zur Flüchtlingsunterkunft. | Foto: Reinhold Grandl

 

Koordiniert wurde das Projekt von Pfarrer Dr. Ulrich Lindl, Leiter der Hauptabteilung III „Kirchliches Leben“ im Bischöflichen Ordinariat in Augsburg. Die Regierung von Schwaben wird Teile des Klostergebäudes in den kommenden Jahren von der Diözese als Übergangswohnheim anmieten. Für die erforderlichen Umbaumaßnahmen stellt das Bistum 100.000 Euro bereit.

Im Rahmen einer Bürgerversammlung informierten gestern Vertreter der Gemeinschaft „Lumen Christi“, der Regierung Schwaben, der Diözese Augsburg und der Caritas über weitere Schritte und stellten sich den Fragen der mehr als 100 interessierten Teilnehmer. Pfarrer Lindl dankte allen, die sich in Maihingen die Not der Flüchtlinge gemeinsam zur Aufgabe machen. „Die Sorge um eine geeignete Aufnahme der wachsenden Zahl von Flüchtlingen und Asylsuchenden hat zu einem guten Ergebnis geführt. Im Kloster
Maihingen werden Menschen nach ihrer Flucht nicht nur eine erste Unterkunft finden, sondern gewiss auch offene Arme und ein Stück Zuhause.“

Derzeit wohnen im Bistum Augsburg in Liegenschaften verschiedener kirchlichen Einrichtungen und
Ordensgemeinschaften rund 150 Flüchtlinge, darunter auch 80 Minderjährige. Der Diözesan-Caritasverband ist mit 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bistumsweit in der Asylsozialberatung engagiert. Sie sind in 21 Einrichtungen, Gemeinschaftsunterkünften, Beratungsstellen und in verschiedenen dezentralen Unterbringungen eingeeingesetzt. Die Caritas betreibt zudem in Augsburg ein Projekt speziell zur Betreuung psychisch kranker und traumatisierter Flüchtlinge. Die Beratung der Flüchtlinge wird zu einem erheblichen Teil aus Eigenmitteln der Caritas finanziert.