Keine Feier zum Jubiläum – FC Augsburg verliert gegen Eintracht Frankfurt klar

Für den FC Augsburg war die heutige Partie das 250. Bundesligaspiel in der Vereinsgeschichte, zu feiern gab es allerdings nichts. Gegen den Tabellenvierten Eintracht Frankfurt gab es vor ausverkauftem Haus eine klare Niederlage.

Foto: Sebastian Pfister

 

Für den FC Augsburg war das heutige Heimspiel die 250. Partie in der Bundesliga. Als Gast hatte der Kalender die Frankfurter Eintracht parat, die bisher noch nie beim FCA gewinnen konnten, dass diese SGE aber kein Vergleich mit früheren Tagen ist zeigte sie früh auf.

Schieber und Jensen (für die angeschlagenen Finnbogason und Koo), die beide ihr Startelfdebüt für Augsburg gaben, standen kaum mit ihren Kollegen auf dem Feld, da lagen sie schon 0:1 zurück. Gerade 53 Sekunden waren gespielt, als de Guzman nach einem langen Pass von Hasebe über Haller aus etwa zehn Metern Luthe keine Abwehrchance gelassen hatte. Eine kalte Dusche, die der FC Augsburg aber gut abschütteln konnte. Bereits in der sechsten Minute hatte Gregoritsch per Kopf die Ausgleichschance gehabt, das Leder ging aber knapp über die Latte. Eintrachts Abwehrchef Abraham hatte da schon nicht mehr auf dem Feld gestanden, er hatte sich beim Block eines Max-Schusses verletzt, für ihn kam SGE-Kultspieler Russ. Auch wenn die Hausherren nun gut im Spiel waren, die bessern Gelegenheiten hatte eindeutig der Tabellenvierte. Rebic aus vier Metern (16. ) und eine gute Viertelstunde später Jovic mit einem Heber vergaben aber unnötig. Doch auch der FCA ein starkes Spiel, auch wenn vor dem Tor die Durchschlagskraft fehlte. Einmal aber lag der Ball doch hinter der Torlinie. Gregoritsch hatte Trapp verladen und im Slalomstil getroffen, da er aber beim Zuspiel im Abseits gestanden hatte, verweigerte Schiedsrichter Zwayer dem Treffer zu Recht die Anerkennung. Der Ausgleich wäre nun verdient gewesen, doch auch ein toller Schuss von Kapitän Daniel Baier von der Strafraumgrenze (39.), als auch ein Versuch von Gregoritsch (43.) fanden das Ziel nicht. Auch ohne weitere Treffer sahen die 30.660 Zuschauer in der ausverkauften Arena, darunter rund 2800 Schlachtenbummler der Eintracht, eine attraktive erste Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel war für Jensen bereits Feierabend (für ihn kam Richter), er musste von der Kabine aus eine weitere Topaktion der Frankfurter mitverfolgen. Jovic hatte sich auf der linken Seite gegen Gouweleeuw durchsetzen können, Haller tunnelte Luthe zum 0:2. 90 Sekunden waren da in der zweiten Hälfte gespielt. Bitter, denn der FC Augsburg hatte zum Ende der ersten 45 Minuten auf den Ausgleich gedrängt, jetzt saß der Stachel tief. Es lief über längere Phasen nur noch wenig zusammen. Bis zur ersten nennenswerten eigenen Offensivaktion vergingen fast 20 Minuten, doch auch Hinteregger konnte sich nach seinem Kopfball nicht als Torschütze feiern lassen (63.). Wie es gehen kann zeigte wenig später die SGE.

Foto: Sebastian Pfister

Der eingewechselte Russ bediente Da Costa mit einem sehenswerten langen Zuspiel über 50 Meter, der rauschte an der Strafraumgrenze mit Luthe zusammen. Der Ball kam zu Rebic der mit Schuss ins verwaiste Tor die Entscheidung besorgte (68.). Das erste Saisontor von Cordova zum 1:3 in der vorletzten Spielminute der regulären Spielzeit war nur noch etwas für die Statistiker. Das Aufbäumen in der Schlussphase kam zu spät. Die Adler befinden sich mit dem ersten Sieg beim bisherigen Angstgegner Augsburg weiter auf Höhenflug, der FCA war es das dritte Spiel ohne Sieg in Serie.

 

FC Augsburg: Luthe – Gouweleeuw , Khedira , Hinteregger – Schmid , Baier  , Max – Jensen (46. Richter), Gregoritsch (82. Cordova) , Caiuby – Schieber (72.Koo)

Eintracht Frankfurt: Trapp – Abraham , Hasebe , Ndicka – de Guzman (89. Willems) , Fernandes – da Costa , Kostic – Rebic – Haller , Jovic (78.Gacinovic)

Tore: 0:1 de Guzmann (1.), 0:2 Haller (47.), 0:3 Rebic (68.),1:3 Cordova (89.)

Gelbe Karten Richter | de Gzuman, Fernandes

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

Zuschauer: 30.660 (ausverkauft)

Die Fotos zum Spiel von Presse Augsburg-Fotograf Sebastian Pfister