KFZ-Typklassen: Das ändert sich 2021

Die KFZ-Versicherung ist für viele Autofahrer ein erheblicher Kostenpunkt. Versicherungsanbieter richten die zu zahlenden Versicherungsbeiträge normalerweise an den KFZ-Typklassen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungsgesellschaft (GDV) aus. Die GDV bestimmt die KFZ-Typklassen jedes Jahr neu anhand von Versicherungsstatistiken. Automodelle, die viele Schadensfälle in einem Jahr verzeichnen, werden hohen Klassen zugeordnet, Fahrzeugtypen mit insgesamt wenigen Unfällen und Schäden erhalten eine gute Bewertung und somit eine niedrigere Typklasse.

123638404_3747944965238921_5291091058889727933_o KFZ-Typklassen: Das ändert sich 2021 Freizeit News | Presse Augsburg

Die Berechnung für 2021 ist nun seit Kurzem veröffentlicht und zeigt: Das nächste Jahr bringt einige Veränderungen mit sich. Von den 41,3 Millionen in Deutschland zugelassenen Fahrzeugen ändert sich die KFZ-Typklasse bei 10,7 Millionen, das sind 26 %. Bei mehr als der Hälfte dieser Typklassenänderung wird es teurer: 6,1 Millionen KFZs werden einer höheren, und damit teureren Typklasse zugeordnet.

Die neue Typklasse Ihres Autos können Sie einfach und unkompliziert auf der Website der GDV ermitteln.

Diese Fahrzeugtypen trifft es besonders hart

Neue Fahrzeugtypen unterliegen normalerweise starken Schwankungen in der KFZ-Typklasse. Da bei Markteintritt nur wenige Daten vorliegen, wird eine Typklasse zunächst geschätzt und dann in den Folgejahren berechnet, sobald ausreichende Daten vorhanden sind. Unterschieden wird in Haftpflichtversicherung, Teilkasko und Vollkasko. In der Haftpflicht ist die niedrigste und damit günstigste KFZ-Typklasse 10, die höchste und teuerste die 25. Bei der Teilkasko gehen die Klassen von 10 bis 33, bei der Vollkasko von 10 bis 34.

Deutliche Erhöhung der KFZ-Typklasse erfährt zum Beispiel der Tesla Model S. 2021 wird er in der Haftpflichtversicherung vier Klassen schlechter eingestuft und erhält die KFZ-Typklasse 23. Auch der Citroen C4 Aircross 1.6 verschlechtert sich in der Haftpflicht um drei Klassen und landet in der Typklasse 18. Der BMW 118i wird in Typklasse 24 der Vollkasko eingestuft, drei Klassen schlechter als im Vorjahr. In der Teilkasko ist der Ford Focus STH 1.0 der Typklassen-Verlierer: Vier Klassen rutscht er hoch in die Typklasse 24.

So können Sie Ihre laufenden KFZ-Kosten reduzieren

Natürlich ist die KFZ-Typklasse nicht allein entscheidend über Ihre jährlichen KFZ-Kosten. In die Berechnung der Versicherungsbeiträge fließt auch etwa die Regionalklasse ein. Je nachdem, in welcher Region Sie leben, müssen Sie also höhere oder niedrigere Versicherungsbeiträge zahlen und auch Ihr eigenes Fahrverhalten, Unfälle und Schadensfälle werden natürlich miteinbezogen. Sparen können Sie zum Beispiel, indem Sie am Ende eines Jahres eine Rückzahlung beantragen und die Fahrleistung, also die geschätzten gefahrenen Kilometer, bei Ihrem Versicherungsgeber anpassen, wenn Sie diese deutlich unterschreiten. Auch durch eine jährliche Zahlung statt monatlicher Zahlungen, lässt sich der Versicherungsbetrag senken. Ein kleinerer Fahrzeugkreis, Werkstattbindung und eine Selbstbeteiligung lassen die Versicherungsbeiträge weiter verringern.

Die KFZ-Versicherung ist nur einer vieler Faktoren, die schlussendlich zu den gesamten Betriebskosten Ihres Wagens führen: KFZ-Steuer, Reparaturen und Treibstoff sind weitere wichtige Punkte. Neue Fahrzeuge sind zwar teurer in der Anschaffung, normalerweise aber günstiger im laufenden Betrieb. Wenn Sie ein altes Auto mit vielen Kilometern auf dem Buckel haben, dass immer wieder Probleme macht und Sie Schwierigkeiten haben, damit durch den TÜV zu kommen, ist vielleicht eine kostenlose Autoverwertung in Augsburg und ein neuer oder gut erhaltener Gebrauchtwagen auf lange Sicht die günstigere Lösung.