Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hält erheblich mehr Waffenhilfe für die Ukraine für möglich. „Wir können auf jeden Fall hundert Marder liefern, dreißig davon in kürzester Zeit“, sagte Kiesewetter der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS).

„Dasselbe gilt für Kampfpanzer Leopard 1.“ Vielleicht könne Deutschland damit den angerichteten Schaden in den Beziehungen zur Ukraine wiedergutmachen. Mit der bisherigen Ukrainepolitik der Bundesregierung ging Kiesewetter gegenüber der FAS hart ins Gericht. Auf Putin gemünzt sagte er: „Deutschland hat offenbar noch immer die Hoffnung, mit einem Kriegsverbrecher zu verhandeln, der alle nach Strich und Faden belogen hat. Ich frage mich, wie weit dieser politische Masochismus noch reicht.“

Kiesewetter befürchtet im schlimmsten Fall einen Zerfall der Ukraine, falls eine weitere Unterstützung ausbleibt. Ihr drohe „ein Diktatfrieden, wenn der Winter beginnt und die Kräfte ermatten“, sagte der Politiker der FAS. „Damit droht ihr eine Waffenstillstandslinie, hinter der Russland seine Kräfte auffrischt und Kriegsverbrechen vertuscht. Und müssen wir damit rechnen, dass Russland mit einer Frühjahrsoffensive den Weg in Richtung Kiew gehen wird. Das wäre der vollständige Zerfall der Ukraine.“

Die Zeit spiele für Putin, ergänzte Kiesewetter. „Die Ukraine kämpft zwar mit allem, was sie hat. Sie hat aber kaum noch was.“

Foto: Bundeswehr-Panzer „Marder“, über dts Nachrichtenagentur

Kiesewetter Koennen 100 Marder Liefern