Kipping kritisiert Leopoldina-Vorschläge zur Krisen-Finanzierung

Linken-Chefin Katja Kipping hat Vorschläge der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zur Finanzierung der Coronakrise als sozial ungerecht kritisiert. Der Rat zur kompletten Abschaffung des Solidaritätszuschlags bedeute nichts anderes als eine weitere steuerliche Entlastung für die reichsten zehn Prozent der Bürger – wie sie auch die FDP auch fordere, sagte Kipping der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). Die aktuellen Vorschläge seien weniger eine wissenschaftliche Faktenanalyse als „vor allem politisch-ideologisch motiviert“ und „finanzpolitisch verantwortungslos“, weil damit die Mitte der Gesellschaft – die Normalverdienenden – für die Krise zahlen sollten.

Kipping Kritisiert Leopoldina Vorschlaege Zur Krisen FinanzierungNationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, über dts Nachrichtenagentur

„Das gefährdet den sozialen Zusammenhalt und die Solidarität in der Krise.“ Die Kosten der Krise müssten über Mehreinnahmen bei Reichen und Großkonzernen über eine einmalige Vermögensabgabe und eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer finanziert werden. Sie würden schon viel zu lange entlastet, so Kipping.